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Vancouverinsel

SOOKE


Sooke Küstenlinie
Weniger als eine Autostunde entfernt von Vancouver, nach einer landschaftlich reizvollen Fahrt auf dem Highway 14 entlang der der Südseite von Vancouver Island, liegt das kleine Städtchen Sooke. Umgeben von einer grandiosen Naturlandschaft hat es einiges an Freizeitaktivitäten zu bieten, wie zum Beispiel Kajakfahren, Radfahren, Wandern und Walbeobachtung. Für ganz verwegene Besucher gibt es sogar extra Sturmaussichtspunkte, wo man, wenn’s draußen hoch her geht, tatsächlich mittendrin ist statt nur dabei. Im gut ausgestatteten Besucherzentrum von Sooke finden Suchende jede Menge Informations- und Anschauungsmaterial über die Stadt und ihre Umgebung, ein idealer Ausgangspunkt also, um sich mit der Gegend näher vertraut zu machen. Sachkundige Mitarbeiter sorgen dafür, dass keine Fragen offen bleiben, und auch das Sooke Region Museum, das kulturhistorische Museum der Stadt, lädt zum Besuch ein – Eintritt frei. Mehr über Sookes Geschichte des Fischfangs und der Holzfällerei sowie der seiner Ureinwohner gibt es auf den vielen geführten Touren zu erfahren, die die Stadt anbietet, darunter auch die zum Moss Cottage, dem denkmalgeschützten Leuchtturm Sookes, der seinen Besuchern außerdem einige großartige Ausblicke gewährt.

EAST SOOKE REGIONAL PARK


Seemöwe in East Sooke Regional Park
Ungefähr fünf Kilometer vor der Stadt befindet sich der East Sooke Regional Park. Auf 1.435 Hektar bietet er rund 60 Kilometer an Wanderwegen durch Wälder und entlang der Küste. Der Küstenwanderweg ist sehr gut ausgeschildert, allerdings nicht für Anfänger geeignet, da stellenweise das Klettern über Klippen und Felsen erforderlich ist. Wer sich dies zutraut, wird mit spektakulären Ausblicken auf die Strait of Juan de Fuca und die Olympic Mountains belohnt, die indes noch zu den Vereinigten Staaten gehören. Zur zu bewundernden Tierwelt zählen neben dem Weißkopfseeadler Seeotter, Seelöwen, Robben, vielfältige Vogelarten und, wenn man viel Glück hat, sogar Killerwale.

Nach der Wanderung sind eine heiße Schokolade und die fantastischen Plunderteilchen in Sookes Bäckerei der perfekte Ausklang eines gelungenen Tages. Auf dem Heimweg unbedingt noch im Supermarkt nebenan reinschauen und die vielen dort angebotenen europäischen Spezialitäten bewundern!

SOOKE POTHOLES

Die berühmten „Potholes“ von Sooke sind ebenfalls eine Attraktion, die man nicht verpassen sollte. Sie befinden sich im Norden der Stadt, tiefe Wasserlöcher, die der Sooke River während der letzten Eiszeit in den Sandstein des Flussbetts gegraben hat. Im Sommer das erklärte Badeziel begeisterter Schwimmer kann man dort in den Herbst- und Wintermonaten die Lachse laichen sehen oder auf den vielen Wanderwegen entlang des Flusses zu den Wasserfällen und den Canyons gelangen, immer umgeben von gemäßigten Regenwäldern.


Wandgemälde
© Tourism Vancouver Island

CHEMAINUS – „DAS KLEINE STÄDTCHEN, DAS ES GESCHAFFT HAT“

Ungefähr eineinhalb Autostunden entlang des Highway 1, nördlich von Victoria, kuschelt sich das Dorf Chemainus zwischen Berge und Pazifik. Seine im Freien befindlichen Wandmalereien haben es weit über seine Grenzen hinaus berühmt gemacht und sind auf jeden Fall einen Besuch wert.

Chemainus, ursprünglich ein von zum größten Teil von chinesischen Immigranten bevölkertes Bergbau-, Holzfäller- und Fischerdorf, ist heute vor allem für seine kunstvollen Darstellungen geschichtlicher Ereignisse auf mehr als drei Dutzend Häuserwänden bekannt (37 um genau zu sein). Zählt man außerdem noch zwölf überaus sehenswerte Skulpturen hinzu, ist leicht zu verstehen, warum ein Besuch dieser kleinen Gemeinde ein Muss für jeden Kunstliebhaber ist. Das Besucherzentrum von Chemainus hält als Orientierungshilfe neben Broschüren und Karten eine Fülle von Informationen für seine Gäste bereit, allen voran die stolze Behauptung, mit über 400.000 Besuchern pro Jahr die weltweit größte im Freien befindliche Kunstgalerie zu besitzen – eine Ehre, die wir Chemainus bestimmt nicht abspenstig machen wollen. Nachdem das Sägewerk 1982 geschlossen wurde, war die treibende Kraft hinter den Wiederbelebungsversuchen der Stadt als Künstlerhochburg übrigens ein deutschkanadischer Geschäftsmann namens Karl Schutz.


Black Cat Wandgemälde
© Chemainus Chamber of Commerce
Ganz Chemainus ist sehr gepflegt und überaus stolz auf seine Geschichte. Es gibt ein großes Angebot von Souvenirläden, Kunstgalerien und Restaurants, und wer sich alle 37 Wandgemälde ansehen will, der muss nur den auf den Asphalt gemalten Wegweisern folgen, die einen zielsicher zu jedem einzelnen hinführen. Entworfen und gezeichnet von vielen unterschiedlichen Künstlern sind diese allein schon Kunstwerke für sich und haben in ihrer Vielfalt sicherlich für jeden Geschmack etwas zu bieten.

Zu guter Letzt sollte unbedingt noch die Möglichkeit eines Ausflugs zu Thetis Island mit der kleinen Hafenfähre von Chemainus Erwähnung im Reiseführer finden.

LAKE COWICHAN

Für besonders Abenteuerlustige wird gerade die Pacific Marine Circle Road dergestalt umgebaut, dass sie an der Südküste von Vancouver Island entlang, vorbei an Sooke bis nach Port Renfrew führt. Auf der Strecke gibt es wunderschöne Strände, entzückende kleine Dörfer, Strandhäuser, alte Leuchttürme, jede Menge kleine Parks und eine artenreiche Tierwelt zu bewundern. Hinter Port Renfrew führt die Pacific Marine Circle Road landeinwärts über alte Holzfällerstraßen und durch dichte Wälder zum Lake Cowichan, dem zweitgrößten See auf Vancouver Island und aufgrund seiner Lage eine echte Touristenattraktion, und schlängelt sich dann entlang der Ostküste zurück nach Victoria. Insgesamt erstreckt sich die Pacific Marine Circle Road über ca. 255 Kilometer.

COOMBS

Wenn man vom Highway 1 aus (hier auch als Highway 19 bekannt) entlang der Ostküste von Vancouver Island landeinwärts rechts auf den Highway A4 abbiegt, sieht man schon von Weitem die grünen Dächer der flippigen Kleinstadt Coombs. Gegründet um 1900 von Familien, die im Rahmen eines Immigrantenprojekts von seiten der Heilsarmee herkamen, brachte fast eine Viertelmillion armer Familien aus England und Wales nach Kananda. Die Gemeinde wurde nach Captain Thomas Coombs, einem Bevollmächtigten der kanadischen Armee, benannt. Überall in der Kleinstadt findet man Souvenirs, Antiquitäten, Edelsteine, Kunstläden und sogar einen kleinen Spielpark für Kinder, aber die meisten Besucher kommen nach Coombs, um die berühmten Ziegen auf den Dächern zu bewundern. Die ganze Stadt ist in einem reizvollen Western- bzw. Saloonstil gehalten, und viele der fast vollkommen flachen Dächer sind mit dichtem Gras bewachsen. Auf grössten Gebäude der Stadt, dem alten Markthaus, findet man zufrieden grasende Ziegen., die sich ihres Berühmtheitsgrades so gar nicht bewusst sind. Innerhalb des alten Markthauses gibt es seine unglaubliche Auswahl an kulinarischen Leckerbissen aus aller Welt sowie lokales Kunsthandwerk und allerlei importierten Kleinkram.

LITTLE QUALICUM FALLS PROVINCIAL PARK


Qualicum Falls
Folgt man dem Highway 4 weiter in Richtung Port Alberni, findet man schon bald hinter Cameroon Lake Wegweiser zum Little Qualicum Falls Provincial Park, einem äusserst empfehlenswerten Haltepunkt und grossartigem Wandergebiet, der sich um den landschaftlich reizvoll gelegenen Little Qualicum River erstreckt. Seine Wasserfälle vor dem Hintergrund dichter grüner Wälder und schroffer Felswände kann man mit Fug und Recht als beeindruckend beschreiben. Die unteren Wasserfälle sind über gut angelegte Wanderwege leicht zu erreichen. Steil abfallende Klippen und zerklüftete Canyons mit atemberaubenden Ausblicken bieten jedem Abenteurer, was das Herz begehrt. Der Fluss führt einen zu immer neuen Katarakten, wo man über moosbewachsene Felsen hinweg von einem Aussichtspunkt zum nächsten klettern kann. Ein tolles Ausflugsziel für die Sommermonate, kann sich der erschöpfte Wanderer doch mit einem Bad im Fluss erfrischen, aber auch unser Besuch im Herbst hat sich mehr als gelohnt.

BRITISH COLUMBIAS ORCHIDEENGÄRTEN UND SCHMETTERLINGSWELTEN

Fährt man weiter entlang des Highways A4 ins Landesinnere der Insel, stösst man auf die überaus sehenswerten Orchideengärten British Columbias sowie die “Butterfly World and Gardens”, wo man Schmetterlinge aller Art bewundern kann. Innerhalb des riesigen beheizten Gewächshauses trifft man auf exotische Schmetterlinge, Vögel und tropische Pflanzen. Ein fantastisches Erlebnis, besonders, wenn es draussen kalt und ungemütlich ist. Hunderttausende Schmetterlinge, angefangen von der Giant Atlas Moth bis hin zur winzigen Red Periot, sowie tropische bunte Finken begeistern die Besucher, auf deren Schultern sie sich das eine oder andere Mal niederlassen.


Butterfly Gardens
© Oceanside Tourism
Die üppige Pflanzenwelt, Raumtemperaturen und Gerüche vermitteln schnell die Illusion, sich mitten im Dschungel zu befinden. Unmittelbar angrenzend befinden sich die Orchideengärten mit künstlich angelegten Flüssen, Teichen, Wasserfällen und, natürlich, aberhunderte blühender Orchideen. Wunderschön um die künstlichen Wasserlandschaften herum angeordnet erscheinen sie in einer Pracht, die an Perfektion grenzt.

Für kleine und grosse Kinder gibt es ausserdem den Big Bug Jungle, der in Terrarien alle möglichen, mitunter widerwärtigen, Krabbeltiere für unerschrockene Besucher zur Schau stellt wie beispielsweise Keafer, Spinnen, Chamäleons und Schildkröten. Hinweistafeln informieren über die Lebenskreislaufe der Schmetterlinge sowie deren Brutstätten bzw. –kästen, die sich direkt

Am Anfang des Besucherzentrums befinden. In dem draussen angelegten Garten erfährt man mehr darüber, welche Pflanzen und Sträucher von den Schmetterlingen bevorzugt warden, für den Fall, dass man im heimischen Garten auch das eine oder andere Mal Besuch von ihnen bekommen möchte.

Das “World Parrot Refuge” in Coombs bietet eine Zufluchtsstätte für von ihren Besitzern ausgesetzte Papageien. Darüber hinaus hat es sich der Gesundheit seiner Pflegekinder verschrieben und versucht, auf gesundheitliche Risiken aufmerksam zu machen, die eine nicht artgerechte Papageienhaltung mit sich bringt. Das Refugium hat auf über 23.000 Quadratmetern versucht, einen den natürlichen Bedingungen möglichst angepassten Lebensraum für die intelligenten Vögel zu schaffen: überdachte und beheizte Räume, Freiflug-Vogelhäuser sowie 16.000 Quadratmeter an leicht zugänglichen Freiluftgehegen für die wärmeren Monate des Jahres.

CATHEDRAL GROVE


Cathedral Grove
Nur fünf Kilometer weiter die Strasse entlang, am Ende des Cameroon Lake, befindet sich die bekannte Cathedral Grove mit Wanderwegen auf beiden Seiten des Highway 4. Die gewaltigen Douglas Tannen, die eine Höhe von bis zu 76 Meter erreichen und über 800 Jahre alt werden können, sind sicherlich die Hauptattraktion der Bucht. Sonnenlicht wird durch mächtige Zweige gefiltert, bis es schliesslich auf den weichen, mit umgestürzten Bäumen bedeckten Waldboden fällt. Alles in diesem Regenwald ist mit üppiger Vegetation ausgestattet und bietet dem Touristen fast zu viele Möglichkeiten, die ihn umgebende Schönheit mit der Kamera festzuhalten – so sie sich denn überhaupt auf diese Art und Weise festhalten lässt. Einige der Wanderwege sind aufgrund des Sturms im letzten Jahr immer noch gesperrt, aber es lohnt sich, den Weg zum See auf sich zu nehmen, um so die Bäume von allen Seiten aus betrachten zu können.

WILD PACIFIC TRAIL

Eine kleine Wanderung ist auch der Wild Pacific Trail direkt am Ortsausgang von Ucluelet wert, der entlang der wilden, zerklüfteten Küste bis zum Amphitrite Point Lighthouse verläuft. Der offene Pazifik ist immer wieder ein atemberaubender Anblick: Hohe Wellen brechen sich an den Klippen, kleine Inseln tauchen aus der Gischt, während Ebbe und Flut ihrem eigenen Zeitplan folgen. Weißkopfseeadler sind hier häufig anzutreffen, die große Anzahl ihrer Nester belegt die jährliche Rückkehr zwecks Brut und Aufzucht ihrer Jungen.

UCLUELET (1.753 Einwohner)


Ucluelet
Weiter geht’s entlang des Highway 4, vorbei am Clayoquot Plateau und Kennedy Lake, bis man zum Pacific Rim National Park am Pazifischen Ozean gelangt. Hier führt die Straße entweder links weiter nach Ucluelet oder rechts direkt nach Tofino führt. Auch wenn ein acht Kilometer langer Umweg nach Ucluelet nicht ursprünglich auf dem Reiseplan stand, lohnt er sich in jedem Fall. Ucluelet geht in der Bewertung gut und gerne als Tofinos kleinerer, schwer arbeitender und industrieller Bruder durch. Hier kann man die Fischerei-Industrie aus erster Hand kennen lernen, Souvenirs kaufen, in einem der vielen Hotels und Motels der Stadt absteigen oder sein Zelt auf dem Campingplatz aufschlagen – alles preislich gesehen eine echte Alternative zu Tofino. Kleine Surfershops und gemütliche Hippieläden machen neben den üblichen Ausflugs- und Freizeitangeboten wie zum Beispiel Walbeobachtung Laune.

ENGLISHMAN RIVER TRAILS

Auf dem Highway 4A, fast zurück an der Ostküste und unmittelbar hinter Coombs, lohnt sich ein kleiner Umweg über die Englishman River Trails zu den nahe gelegenen Wasserfällen. Gut ausgeschilderte Wanderwege führen durch den Regenwald zu den Fällen, die landschaftlich so atemberaubend schön liegen, dass sie in vielen Reisebroschüren über die Gegend abgebildet sind. Gigantische Wassermassen stürzen hier in die Tiefe, und eine Brücke ist so angelegt, dass man die Fälle aus allen Perspektiven bewundern kann.

Hinter den Wasserfällen, auf der anderen Seite der Brücke, befinden sich tiefe, glasklare Teiche, die in einen gurgelnden Fluss führen. In der Mitte desselben haben viele Besucher auf kleinen Felseninseln in Form von Steintürmchen ein Andenken hinterlassen. Ein wunderschöner und im schimmernden Sonnenlicht zuweilen auch gespenstischer Anblick.

TOFINO (1.286 Einwohner)


Tofino
Tofino ist bei seinen Besuchern aus aller Welt vor allem wegen der umliegenden Schönheit der Natur bekannt.

Die Unterkunftsmöglichkeiten reichen von großen Luxushotels bis zu reisebudgetfreundlicheren Optionen wie der örtlichen Herberge (sogar mit hauseigener Sauna) sowie vielen familiengeführten Pensionen. Für erschwingliche Wintersaisonpreise von unter 100 kanadischen Dollar gibt’s in Mittelklassehotels bereits ein großes, gut ausgestattetes Apartment mit Küche - Whirlpoolbenutzung inklusive. Tofinos Ausgehangebot enthält ebenfalls viele erstklassige Restaurants.

Freizeitaktivitäten werden in der Regel von einem der zahlreichen Veranstalter der Stadt mehrmals täglich angeboten, darunter Walbeobachtung, Inselrundfahrten und Bootstouren.

In Tofino ebenfalls einen Besuch wert sind der Botanische Garten, das Whale Center Museum und das Rainforest Interpretive Center. Die Stadt hat alles in allem ein über das ganze Jahr abgerundetes Programm für die ganze Familie zu bieten, für das man sich mindestens drei Tage Zeit nehmen sollte.

HOT SPRING COVE

Die Hot Spring Cove Tour (zum Beispiel mit „Sea Safari’s“) sollte man sich nicht entgehen lassen. Während der ungefähr anderthalb Stunden dauernden Bootstour durch Meeresengen und –arme mit dem sachkundigen Kapitän sieht man mehr von der imposanten und unverdorbenen Schönheit der Natur, häufig inklusive Schwarzbären, Wale und Orcas. An der Anlegestelle führt ein Bohlenweg durch den Regenwald die zwei Kilometer bis zu den heißen Quellen. Im Whirlpool liegend hat man dann Gelegenheit, seine Poolnachbarn näher kennen zu lernen, da die Wannen nicht besonders groß sind und ca. 20 Leute gleichzeitig die Wärme der Hot Springs in den Felsen direkt über dem brandenden, kalten Ozean genießen wollen.

Zurück ging’s über das offene Meer, eine spaßige Achterbahnfahrt auf den Wellen des Pazifiks, aber das speziell dafür ausgestattete und rundum geschlossene Boot sorgte dafür, dass niemand seekrank wurde.

SPROAT LAKE


Sproat Lake
Nicht weit hinter Port Alberni liegt der Sproat Lake, der Wassersportlern neben Bootsfahrten und Anglerfreuden noch einiges mehr an Aktivitäten zu bieten hat. Mehrere Stopps entlang des Sees sind empfehlenswert (der Highway 4 verläuft direkt am Ufer), um die fantastischen Ausblicke auf das riesige Gewässer mit den dahinter liegenden Bergen und den langsam aus den Wälder heraufsteigenden Wolken richtig zu genießen. Um den See herum gibt es weiter Wandermöglichkeiten und malerische Picknickplätze.

PORT ALBERNI


Port Alberni
Port Alberni liegt ebenfalls direkt neben Mount Arrowsmith, dem mit seinen 1819 Metern höchsten Berg Vancouver Islands. Die Sonne hinter seinem schneebedeckten Gipfel untergehen zu sehen ist ein grandioses Naturschauspiel, das in Erinnerung bleibt. Früher gab es hier auch ein Skigebiet, aber aufgrund mangelnden Schneefalls und zunehmender Unterhaltungskosten wurde der Betrieb eingestellt. An seiner Stelle findet man nun ein Netzwerk von Spazier- und Wanderwegen.

Nahegelegen sind auch die Wandergebiete des China Creek Regional Parks und des Limestone Mountain. Merken sollte man sich, dass die einzige Straße nach Bamfield, am Ende der Ostseite des Port Alberni Meeresarms gelegen, durch Port Alberni führt. Eine kurvenreiche Fahrt auf unasphaltierten Wegen, die sich jedoch wegen der wilden Schönheit der Landschaft, den vielen, mit ein bisschen Glück zu beobachtenden Braunbären und den am Wege liegenden Dörfern der kanadischen Ureinwohner auf jeden Fall lohnt.


Mount Arrowsmith
Port Alberni hat im Übrigen gerade auch für Familien mit Kindern sehr viel zu bieten. Das Maritime Discovery Center zum Beispiel, welches sich direkt am Harbour Quai befindet, offeriert großen und kleinen Besuchern unter anderem interaktive Hochseeausstellungen, eine Demonstration der Funktionsweise des Chrome Island Leuchtturms, Modelle moderner Hafenanlagen, einen Blick in den eigenen Hafen via Unterwasserkamera, Infos zum Kulturerbe, eine Rettungsbootsaustellung und vieles mehr.

Im Juli 2005 gingen in Port Alberni die berühmten Traditionssegelschiffe, die Tall Ships, vor Anker, um sich im Rahmen eines von der Stadt ausgerichteten Festivals gebührend feiern zu lassen – ein einschlagender Erfolg! Kein Wunder also, dass das nächste Port Alberni Tall Ships Festival bereits für 2008 im Veranstaltungskalender eingetragen ist.

PACIFIC RIM NATIONAL PARK


West Coast Vargas Island
Wenn man die Straße acht Kilometer bis zur T-Kreuzung zurück- und dann ungefähr 15 Kilometer bis nach Tofino verfolgt, erreicht man den Pacific Rim National Park, eine von der UNESCO zum Lebensraumerbe erklärten Grünanlage.

Die offizielle Parkaufsicht berechnet pro Tag und pro Person einen Eintrittspreis von Can$6, darin ist der Zugang zu vielen Stränden inbegriffen. Die kleine, flippige Stadt Tofino liegt genau am Ende der Landzunge umgeben von Inseln, Sunden und Meeresarmen.

Entlang der Pazifikküste in Richtung des Städtchens befinden sich auch die beliebtesten Surfgebiete Kanadas. Dort, wo der Pazifik auf Long Beach trifft, erstrecken sich kilometerlange Sandstrände, umgeben von der malerischen Schönheit kleiner Felseninseln und –buchten. Zugegeben, die Surfer haben meist dicke Neoprenanzüge an, um sich vor der Kälte des Pazifiks zu schützen, aber das scheint ihrer Begeisterung keinen Abbruch zu tun. Man kann Stunden damit verbringen, ihnen in dieser spektakulären Landschaft zuzusehen. Auf dem Weg zu ihren Brutplätzen in Mexiko schwimmen im Jahr ungefähr 10.000 Grauwale an der Küste vorbei, die wiederum tausende von Zuschauern anlocken.

NANAIMO

Nanaimo sollte für alle, die Interesse an Vancouverinsel haben, ein Begriff sein. Die Hafenstadt ist immerhin die zweitgrösste auf der Insel und reich an Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten.

Wenn man dem Highway No.1 Richtung Norden folgt, trifft man von Victoria aus nach gut eineinhalb Stunden auf Nanaimo. Anstatt einfach durchzufahren, wie viele das bisher gemacht haben, ist die Stadt nun dabei, die Leute auf sich aufmerksam zu machen und zum Halten und Erkunden zu veranlassen. Meistens wird Nanaimo einfach nur als Durchfahrtort benutzt, um nach Westen in Richtung Port Alberni und dann Ucluelet oder Tofino zu kommen. Seit einigen Jahren ist dieser Trend dabei sich zu ändern, und es scheinen schon einige die Reize dieser Stadt erkannt zu haben.

Besonders Downtown und der kleine Hafen sind auf jeden Fall einen Stop wert. Wer gerne durch kleine unabhängige Geschäfte stöbert, um mal von den grossen Einkaufszentren wegzukommen, ist hier genau richtig. Direkt in Downtown gibt es eine Unzahl von diesen kleinen Läden. Das Altstadtviertel zum Beispiel hat viele davon, ebenso wie China Steps, ein weiterer kleiner Stadtteil. Wenn man willig ist, einen zweiminütigen Umweg vom Altstadtviertel nach China Steps zu machen, kann man auch noch die Commercial Street mitnehmen, und dann hätte man das kleine Einkaufsparadies Nanaimo voll ausgekostet. Ihr mögt Martini und Sushi? Auch dann seid ihr hier genau richtig! So wie man in Deutschland an jeder zweiten Ecke einen Dönerladen und eine Frittenbude findet, wird man hier von einem umfangreichen Angebot an Martini- und Sushibars verfolgt.

Vor allem im Sommer, aber auch im Frühling oder Herbst, gibt es jeden Menge Outdooraktivitäten. Neben den für die Insel bekannten Aktivitäten wie Wal- oder Bärbeobachtungen Wattwanderungen und Segeln, gibt es auch noch einige extrem aussergewöhnliche Sachen. Einige davon sind weltweit so gut wie einzigartig. So bietet Nanaimo eine der besten Kaltwassertauchstellen weltweit.

Auch vom Hafen aus gibt es viele interessante Möglichkeiten. Die wohl einzigartigste ist ein Kayaktrip zu einer kleinen Insel namens Snake Island, die bekannt für ihre zahlreichen Seehunde ist. Wenn man sich entweder gut mit Kaltwassertauchen auskennt oder aber jemanden hat, der einen herumführt, kann man hier ebenfalls tauchen und die Robben hautnah erleben. Vom Hafen aus gibt es aber noch mehr zu erkunden. So gibt es zwei kleine Fähren, die regelmässig nach Protection Island und Newcastle Island fahren. Wenn man Interesse an Natur und Camping hat, ist man auf Newcastle Island genau richtig. Protection Island hingegen bietet Unterhaltung der ganz anderen Art. Nordamerikas einziger schwimmender Pub liegt direkt an der Küste der Insel und bietet eine unbeschreibliche Atmosphäre.

Wandern und Mountainbiking kann man ausser auf Newcastle Island auch sehr gut auf einer weiteren Insel: Gabriola Island. Weiterhin ist sie als Künstleraufenthaltsort bekannt und bietet daher einige kleine sehenswerte Kunstgalerien. Der schönste Park, den es in Nanaimo gibt, ist definitiv Westwood Lake, der mit einem naheliegenden Berg auch für erfahrene Wanderer eine Attraktion darstellt. Wer danach immer noch nicht genug hat, dem ist unbedingt der Fluss zu empfehlen. Achtung: Unbedingt erkundigen, wo es zum Schwimmen geeignet ist, nicht überall ist es ganz ungefährlich. Das gleiche gilt bitte auch für Klippenspringen!

Als letztes ist noch die Verbindungsstelle für Wasserflugzeug von Nanaimo nach Vancouver zu erwähnen. Diese lässt einen wunderschönen Blick auf die Gulf Islands zu, die sich an der Inselküste befinden.

Fotos und Reportage: Katja Klöpfer, Monika Onken, Sabine Wolff und Carsten Klöpfer

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