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Seattle Ereignisse
Seattle Attraktionen (deutsch und englisch)

Bellevue German Language Meetup
Rock Bottom Restaurant & Brewery, 550 106th Ave NE, 425-462-9300
10 M�rz 19:00

Seattle German Language Meetup
Feierabend, South Lake Union
11 M�rz 19:00

5th Avenue Theater - Drowsy Chaperone
29 Oktober - 16 November

Intiman Theatre - Black Nativity
29 November - 27 Dezember

Seattle Repertory Theatre
Boom: 13 November - 14 Dezember
You Can't Take it With You: 28 November � 3 Januar

Pacific Northwest Ballet - Nutcracker
28 November - Dezember 30

Seattle Opera - The Pearl Fishers
10 -24 Januar  - McCaw Hall

Teatro ZinZanni - Rosa de Rio
23 Oktober, 2008 - 15 Februar, 2009

Molly Maguire's Irish Pub

Keith Orton
Keith Orton, Ph.D aus dem B�ro
f�r internationale Beziehungen
der Stadt Seattle
Photo: Anne Bolender

Deutsch-amerikanischer Tag
6. Oktober
Deutsches Haus

Die Feierlichkeiten zum deutsch-amerikanischen Tag fanden in Seattle am 6. Oktober im Deutschen Haus statt. Eine gro�e Ansammlung von mehr als 300 Personen h�rte einigen Ehreng�sten zu, darunter dem Generalkonsul Rolf Sch�tte, Washington State Lt. Gouverneur Brad Owen, Brent Heinemann aus dem B�ro des Gouverneurs und Keith Orton, dem leitenden Verantwortlichen f�r internationale Beziehungen der Stadt Seattle.

Musikalische Unterhaltung wurde vom Gesangsverein Arion, den Golden Raisins, John Frost und Jonathan Koch angeboten, die sowohl die deutsche als auch die US-amerikanische Nationalhymne sangen. Unsere �rtlichen Ber�hmtheiten taten sich auch hervor, darunter Seattles Konsulatsleiterin Petra Walker, welche die Rolle der Zeremonienmeisterin �bernahm und Manfred Bolender, hoch angesehener Leiter der German Heritage Society (deutsche Kulturerbegesellschaft), der nachdenkliche �u�erungen kundtat.

Es sprachen auch Professor Sabine Wilke vom deutschen Institut der Universit�t von Washington, die von der Notwendigkeit sprach, deutsch in unseren Schulen am Leben zu erhalten und George Shangrow, der einige interessante Hintergrundinformationen zur Geschichte der Hymnen lieferte, bevor Meister Koch sie vortrug.

Dem formellen Teil des Abends folgte ein Get-Together, zu dem die G�ste geblieben waren, um sich zu unterhalten und die hervorragenden Erfrischungen, darunter auch eine deutsche S��speise, die von Boehms aus Issaquah bereitet wurde, zu genie�en.

ACT Theatre Logo

Eurydice von Sarah Ruhl
ACT Theatre
5. September - 5. Oktober 5

 

Trick Danneker as Orpheus and<br>Renata Friedman as Eurydice
Trick Danneker als Orpheus und
Renata Friedman als Eurydice
Photo: Chris Bennion

von Ileana Vasquez

Dieses Theaterst�ck wurde von Sarah Ruhl im Jahr 2000 geschrieben und ist durch den Tod ihres Vaters 1994 inspiriert. Laut dem Intendanten der ACT, Kurt Beattie, gilt Ruhl als "die aufregendste junge Dramatikerin, die sich in �ber einem Jahrzehnt aus dem amerikanischen Theater hervorgetan hat".

Die B�hne, die eher wie ein Becken eines Swimmingpools oder eine �ffentliche Toilette aussah, bestand aus verblichenen blauen Kacheln, auf denen sich vereinzelt Elemente von den Requisiten der Produktion befanden - tote Bl�tter, Packpapier, ein provisorischer Wasserkasten mit rostigem Rohr und faszinierende Bindf�den, die an beiden Enden von der Decke der B�hne bis zum Boden anmontiert waren und die, wenn an ihnen gezogen wurde, ein Ensemble von verschiedenen Gitarrent�nen in Gang setzten.

Das St�ck ist ohne Pause neunzig Minuten lang und spielt in zwei alternativen Welten; der Totenwelt und unserer Welt, die der Lebenden. Es gab witzige Momente, die von manchen Zuschauern positiv aufgenommen wurden und Momente, in den man nur noch hoffen konnte. Aber insgesamt ist festzustellen, dass sich das Ganze einfach nicht so richtig zusammenf�gte und man wird das Gef�hl nicht los, die Geschichte nicht wirklich verstanden zu haben.

Chuanyun Li
Benaroya Hall
16. September

Chuanyun Li
Chuanyun Li
Das Seattle Orchester pr�sentierte auf seiner Herbstgala den chinesischen Violonisten Chuanyun Li, der das Publikum vergangene Nacht mit einer Vorstellung begeisterte, die nicht nur ein L�cheln auf die Gesichter der Menge vor ihm zauberte, sondern auch auf das Orchester hinter ihm. Nachdem er fantastische Kritiken von der Seattle Times und unz�hligen weiteren amerikanischen Kritikern erhalten hatte, kehrte Li f�r einen einzigen Auftritt mit George Shangrow und dem Seattle Orchester nach Seattle zur�ck.

In der ersten H�lfte spielte das Orchester f�r das Publikum eine schwungvolle Interpretation von Brahms Akademischer Festovert�re. Nach kurzem Beifall gesellte sich Li mit dem wuchtigen Paradest�ck �The Butterfly Lovers Concerto� (1958) von He Zhanhao und Chen Gang dazu. Sein Spiel war gleichsam akkurat wie gef�hlvoll und dr�ckte die Leidenschaft eines getrennten Liebespaares aus. Nach einer kurzen Pause f�hrte Li mit dem Orchester Aram Khachaturians gro�artiges Violinkonzert in D-moll auf, wobei er die schnelleren Passagen mit feuriger Kraft spielte.

Das begeisterte Publikum rief Li nicht f�r eine, sondern zwei Zugaben zur�ck, darunter eine erstaunliche Interpretation des Sternenbanners, die er auf seinem Violinbogen spielte, der um den Schallkasten der Geige geh�llt war.

5th Avenue Theatre Logo
5th Avenue Theatre Logo
Shrek
Brian D'Arcy James als Shrek
� DreamWorks Theatricals:
Photo Joan Marcus

Shrek - das Musical
5th Avenue Theater
14. August - 21. September

 

 

von Janet Luhrs

�K�nnen Sie sich vorstellen, dass eine absurde, aberwitzige Besetzung aus im Sumpf hausenden Ogern, Gremlins und M�rchenfiguren ein Premierenpublikum dazu anregen kann stehenden Beifall zu klatschen? Ich geb es zu � ich war �berrascht. Als ich den Auftrag erhielt, war ich skeptisch. Ich hatte den Film nicht gesehen und konnte mir nicht vorstellen, wie ein gr�nes Monster meine Aufmerksamkeit erregen sollte. Zu Unrecht.

Shrek � Das Musical ist pures Vergn�gen f�r jedes Alter und alle Arten von Menschen. Wir sahen viele Kinder, Anzugtr�ger, Damen mittleren Alters, solche vom Typ Ballk�nigin, Twens und Typen in ihren 30ern, Jazzmusiker und Eltern. Wir sa�en weit vorne und f�hlten uns als w�ren wir mitten in einer M�rchenfahrt quer durch Disneyland. Das B�hnenbild war absolut erstklassig gearbeitet; �hnlich verhielt es sich gr��tenteils mit den Kost�men. Die schauspielerische Leistung war grandios, insbesondere von Sutton Foster, die Prinzession Fiona spielte und Christopher Sieber, der Lord Farquaad mimte. Chester Gregory, der den Esel verk�rperte, legte ungenierte, breit gef�cherte Komik in seine Rolle. Er sorgte f�r heiterte Stimmung auf der B�hne. Shrek selbst, gespielt von Brian D�Arcy, war liebenswert dargestellt.

Ich m�chte die schr�gen Momente, so zum Beispiel als die wundersch�ne Prinzessin Fiona begreift, dass sie sich in den h�sslichen Shrek verliebt hat. Genau in dem Moment tauchen M�rchenkreaturen in Form von drei blinden M�usen auf, tanzen �ber die B�hne und singen �Liebe ist blind�. Andererseits ist die Schw�che von Shrek � Das Musical die Musik insgesamt. Die Melodien gehen nicht ins Ohr and als Ergebnis davon werden sie den �berzeugenden, lebendigen Stimmen der Besetzung nicht gerecht. Sutton Foster, die in zahlreichen Musicals in Hauptrollen mitgewirkt hat und f�r einen Tony Award vorgeschlagen war, hat eine wundersch�ne Stimme, aber wir konnten die ganze Bandbreite ihrer Stimme nur in ein oder zwei Momenten genie�en. Ihre F�higkeiten als Schauspielerin mit Emotionen zu spielen � sie bewegte sich von unschuldig zu ironisch in einer Nanosekunde � entsch�digten jedoch f�r den Mangel gro�artiger Melodien. Das selbe l�sst sich �ber Christopher Sieber sagen, der ein vergleichbares Talent f�r Flexibilit�t hat und zwar nicht nur in seiner Pers�nlichkeit, sondern auch in der Art und Weise, wie er die gesamte Vorstellung �ber auf Knien durch das St�ck stolzierte, weil seine Figur klein war.

Was ungeachtet der ausgezeichneten Schauspielleistungen die Vorstellung wirklich zusammenh�lt sind das Drehbuch und die ihr zu Grunde liegende Ausage. �Zum Teufel mit dem Bild der Vollkommenheit� ist der erfrischendste Schlachtruf von Shrek. Die meisten von uns wuchsen mit M�rchenerz�hlungen auf und der Vorstellung, dass andere Leute ein perfektes Leben f�hrten und wir die einzigen w�ren, die fehlerhaft seien. Aber Shrek leistet ganze Arbeit, indem er die Idee einfach �ber Bord wirft. In der Tat kamen sich Prinzessin Fiona und Shrek auf diese Weise anfangs n�her, als beide zugaben, wie fehlerhaft sie seien und wie schlimm ihre Kindheit war, bis sie sich gegenseitig zu �bertrumpfen versuchten, wem es denn schlimmer erging.

Shrek � Das Musical ist eine Adaption des Romanklassikers von William Steig und des Oscar pr�mierten Films. Die Texte stammen von David Lindsay-Abaire, die Musik stammt von Jeanine Tesori und Regie des St�cks f�hrt Jason Moore.�

Seattle Oper - Aida

2. � 23. August


Stephanie Blythe als Amneris
Photo: � Bill Mohn
Als Guiseppe Verdi 1870 Aida komponierte, schuf er eine Oper, die f�r das Volk geschrieben war. Gleich mit den ersten Noten der Overt�re wurde das Publikum in der McCaw Hall in eine Welt hineingezogen, die weit weg und zugleich doch gewohnt vertraulich war.

Aida ist die Geschichte des Konflikts zwischen Liebe und Pflichterf�llung. Die Geschichte spielt in �gypten inmitten eines Krieges zwischen �gypten und �thiopien. Aida (Lisa Daltirus) wurde von den �gyptern als Sklavin gefangen genommen, ohne Wissen aller, dass sie die Tochter des �thiopischen K�nigs ist. Sie liebt und wird geliebt von Radames (Antonello Palombi), Held der �gyptischen Armee. W�re dies keine Oper, w�rde die Geschichte hier enden, aber weil es eine Oper ist, f�gen wir noch Amneris (Stephanie Blythe) dem Durcheinander hinzu, die Tochter des Pharaos, die (wie man sich denken kann) auch Radames liebt. Wenn Sie denken, dass dies f�r unsere zwei Liebenden nicht gut enden wird, dann liegen Sie richtig. Aidas Vater Amonasro (Charles Taylor) �berzeugt Aida, ihre weibliche List zu nutzen, um Staatsgeheimnisse zu beschaffen, was letztlich zum verheerenden Ausgang des Konflikts f�hrt. Radames verr�t der Liebe wegen sein Land und wird dazu verurteilt lebendig begraben zu werden. Aida entscheidet sich daf�r, sein Schicksal zu teilen und die Geliebten sterben nach gewaltiger, herzzerrei�ender Art der Oper.

Die Kontrolle, die Lisa Daltirus �ber ihre Stimme als Aida hatte, war beeindruckend. Sie behielt die Melodie sogar in den h�chsten Stimmlagen bei und erzeugte eine sehr feine und gef�hlvolle Klanglinie. Ihre Stimme war der perfekte Kontrast zur dramatischen Amneris. Einiges von der Intimit�t der �O Patra Mia� ging auf Grund des B�hnenaufbaus verloren, aber die Feinheit und Lieblichkeit in ihrer Stimme f�hrte dazu, dass man mit ihrer Notlage mitf�hlen konnte.

Stephanie Blythe ist die amtierende K�nigin unter den Mezzo-Sopranistinnen und die von ihr gespielte Amneris war eine Freude f�r die Sinne. Der blo�e Umfang ihrer Stimme, die einwandfreie Technik und die Leichtigkeit, mit der sich ihre Stimme �ber Orchester, Chor und kleine Bauten in einem einzigen Satz erhob, lie� diesen Kritiker nach einer Zigarette gieren. Ihr Auftritt gab einem zu denken, ob die Oper anstelle von �Aida� eher �Amneris� genannt werden sollte.


Lisa Daltirus (Aida) und
Antonello Palombi (Radames)

Photo: � Rozarii Lynch
Antonello Palombis satte Tenorstimme bildete mit gleichem Erfolg sowohl den starken, siegreichen Helden als auch den z�rtlichen Liebhaber ab. Radames war ein richtiger Mannskerl und Aidas Verrat an ihm wurde innig mitempfunden. Das finale Duett zwischen Aida und Radames war ein zarter und magischer Moment auf der B�hne. Joseph Rawly brachte als �gyptischer K�nig den passenden Adelsstand auf die B�hne, w�hrend Bass-Bariton Charles Taylor als Aidas Vater Amonasro glaubhaft war (wenn auch ein wenig jung). Die Hohepriesterin Priti Gandhi bot einen �u�erst angenehmen Kontrast zu den satten Kl�ngen auf der B�hne am Ende des ersten Aktes und ein besonderes Lob muss an den Chor gehen f�r die wirklich sch�ne Darbietung.

Obwohl in der Auff�hrung in Seattles Opernhaus keine Elefanten waren, setzte Speight Jenkins sein Vertrauen in Verdi und es zahlte sich aus. Die pr�chtigen Orchestrierungen, von Riccarrdo Frizza brilliant dirigiert, die farbenfrohen und triumphalen B�hnenbilder von Michael Yeargan, hervorragende Ch�re, dramatische Arien und Ensemble machten Aida zum perfekten Auftakt einer fantastischen Season f�r Seattles Oper.

ACT Theatre Logo

Intime Wechsel von Alan Ayckbourn
ACT Theatre


21. August  - 14. September

 

Das ACT er�ffnet seine Spielzeit mit einem Knall � Eigentlich viel mehr als nur einem

 

Eines k�nnen Sie sich beim ACT Theater gewiss sein, sie nehmen sich dem Schwierigen, Experimentellen und Ungew�hnlichen an. �Intimate Exchanges� (Intime Wechsel) umfasst acht Theaterspiele, die aus einer einzigen Er�ffnungsszene erzeugt werden. �Die weibliche Rolle trifft in den ersten Textpassagen des St�ckes eine Entscheidung�, so Ayckbourn. Dies setzt den Kurs, den das Theaterst�ck in dieser Nacht einschlagen wird, fest. Allerdings m�ssen sich die Schauspieler an 16 oder 17 Dialogstunden erinnern und insgesamt zehn Rollen vorbereiten.

Marianne Owen and R Hamilton Wright in Intimate Exchanges
Marianne Owen und R Hamilton Wright
als Celia und Toby Teasdale

Photo: � Chris Bennion
Aber nur ein origineller Einfall ist dem ACT nicht genug. Zwei Schauspieler, Marianne Owen und R. Hamilton Wright spielten alle Rollen, wobei jeder von ihnen in dieser Nacht drei Personen mimte. Marianne Owen war als Celia Teasdale herausragend, eine aus dem Mittelstand kommende, sexuell frustrierte und entnervte Ehefrau von Toby, dem �rtlichen Schuldirektor. Von den drei Rollen, die Wright spielte, war die des Ehemanns Toby am unterhaltsamsten, als er �ber die S�nden des modernen Lebens wetterte, von Flutlicht Cricket bis zum Preis von Whisky. Dies war Wright in seinen besten Momenten und trotz offensichtlicher kultureller Unterschiede erzeugte die Liste mit den l�stigsten �rgernissen des Lebens gro�es Gel�chter beim Publikum.

Owen spielte ferner die Rollen der Sylvie und Irene Pridworthy � letztere als starrsinnige und intolerante einheimische Wichtigtuerin, die mich irgendwie an Margaret Thatcher erinnerte. Ich dachte, dass ich dar�ber hinweg w�re! Pridworthy hatte mehrere gro�artige Textpassagen und einen starren Blick, die Owen geschickt darstellen konnte. Wright spielte auch Lionel Hepplewick, einen v�llig nutzlosen Handlanger, der sich in einen v�llig nutzlosen B�cker verwandelte. Es sollte erw�hnt werden, dass beide Schauspieler den gehobenen Akzent der Mittelschicht absolut perfekt darstellen konnten, sich aber mit dem Akzent von Yorkshires Arbeiterklasse abk�mpften. Andererseits geht es vielen Einwohnern aus Yorkshire genauso und sie versuchen nicht gleichzeitig andere Akzente zu imitieren.

Gleichwohl gelingt beiden Schauspielern eine Glanzleistung. Das ACT hat eine raffinierte M�glichkeit gefunden, das Publikum zu unterhalten, indem eine alternative Version zum halben Preis angeboten wird. Ein ausgezeichneter Start f�r die Spielzeit des ACT.

S�dafrikanische Sopranistin erh�lt den Wagner-Preis
 

Elza van den Heever bezaubert Publikum und Richter, aber das Orchester favorisiert Nadine Weissman
 

16. August

Der allj�hrliche, internationale Wagner Gesangswettbewerb fand am 16. August in der Seattle Oper statt. Der erwartete �Kampf der Titanen� oder �Ryder-Cup der klassischen Musik� zwischen Europa und den USA war in dem Moment zu Ende, als die bezaubernde Elza van Heever (S�d Afrika, Sopran) mit den St�cken �Dich, teure Halle� (Tannh�user) und �Einsam in tr�ben Tagen� (Lohengrin) die Stimmen der Jury und die Herzen des Publikums f�r sich gewann.

Das Orchester favorisierte aber die deutsche Nadine Weissman. Sie sang �Weiche, Wotan, weiche� (Das Rheingold) und �Waltrautes Erz�hlung� (G�tterd�mmerung).

Charles Simonyi Fund for Arts and Sciences Ex. Director Susan Hutchison, Darren Jeffery, Erin Caves,Nadine Weissmann,  
		Michael Weinius, Elza van den Heever, Peter Lobert, Jason Collins and Deborah Humble
Charles Simonyi Fund for Arts and Sciences
Ex. Director Susan Hutchison, Darren
Jeffery, Erin Caves, Nadine Weissmann,
Michael Weinius, Elza van den Heever,
Peter Lobert, Jason Collins, und
Deborah Humble.
� Rozarii Lynch photo

An diesem siegreichen Abend f�r die Damen ging der Preis f�r die M�nner an den Schweden Michael Weinius f�r �Preislied� (Die Meistersinger) in der ersten H�lfte und �Amfortas! Die Wunde� (Parsifal) in der zweiten H�lfte des Programms.

Hier die Liste aller Teilnehmer des Wettbewerbs:

Darren Jeffery (England), Erin Caves (USA), Nadine Weissmann (Deutschland), Michael Weinius (Schweden), Elza van den Heever (S�d Afrika), Peter Lobert (Deutschland), Jason Collins (USA), und Deborah Humble (Australien)

Teatro ZinZanni - Quest for a Queendom (Die Suche nach einem K�niginnenreich)
2 July 2008


Kevin Kent
Seattles europ�ischste Attraktion setzt ihr Leben mit �Die Suche nach einem K�niginnenreich� im neuen Zuhause fort, der dritten Produktion vor Ort. Krissie Illing ist urkomisch als K�nigin Wilma in ihrer ans Mark gehenden Darstellung der K�nigin von England. Sie spielt eine sexuell frustrierte Monarchin, die auf der Suche nach Liebe ist. Am selben Ort sucht ebenfalls Kevin Kent als ihr Hausdiener Manchester nach Liebe. F�r Musik sorgt Chicagos Singvogel Francine Reed. Krissie ist auch die Gr�nderin von �Comedy Ladies Night� mit Hertha von Schwatzig, ein Musterbeispiel f�r Komikerinnen aus Deutschland.

Der Humor ist derb, aber zu keinem Zeitpunkt �bertrieben und die Kom�die wird von den Sp��en der Pariser Zirkusmannschaft Les Castors, den chinesischen Akrobaten Ling Rui und Fang Ming und den deutschen Trapezk�nstlern Crystalle Bobbe und Die Maiers aus Berlin geschickt umrahmt. Das in Berlin ans�ssige Paar f�hrte auf, was am besten als komisch aufreizender Trapezakt beschrieben werden kann. Die in Berlin geborene Crystalle Bobbe gab eine anmutige und athletische Vorstellung, w�hrend sie im Raum scheinbar �ber einem St�ck Laken schwebte. Wenn es Ihnen gelingen sollte Ihre Augen von Ihr abzuwenden, empfehlen wir, dass sie einen Blick auf die Silhouette werfen, die sie auf dem Zeltdach erzeugt. Ling Rui und Fang Ming f�hrten einen intensiven sportlichen Drehtanz auf zwei h�ngenden Seilen auf und erzeugten damit mehrmals einen auffallenden Spiegelbildeffekt.

Les Castors sind Stammg�ste im ZinZanni und ihr �Risley� oder K�rperjonglieren ist ganz bemerkenswert. Aber es ist tats�chlich Kevin Kent unter ihnen, der die Handlung steuert. Die Beziehungen nach Berlin st�rkend, kam er gerade von �Evi und das Tier� unter einem neuen Spiegelzelt dort zur�ck. Neben zahlreichen Wortspielen mit dem Wort �queen� (K�nigin) ist Kent am besten, wenn er mit einem Opfer aus dem Publikum interagiert. Geschickt h�lt er die Dem�tigung dieses armen Opfers innerhalb der Komfortzone des Gastes und es macht eine Heidenfreude, ihm bei seinem Handwerk zuzusehen. Daneben ist es auch �u�erst komisch.


Die Maiers
Wir sollten auch erw�hnen, dass Ihre Eintrittskarte ein F�nf-G�nge-Men� beinhaltet, das von Tom Douglas, dem gefeierten K�chenchef des Nordwestens, kreiert wurde. Das Servieren der G�nge wird mit der Vorstellung geschickt verwoben und die Bedienung ist Teil der Unterhaltung.

Das Teatro ZinZanni �ffnete 1998 seine Pforten. Die einzigartige Mischung aus Comedy, Theaterkunst und Musik wird in einem sch�nen antiken Belgischen Spiegelzelt aufgef�hrt. Vorstellungen laufen im Teatro ZinZanni von Mittwoch bis Sonntag in der 222 Mercer Street. F�r Bestellungen rufen Sie an unter 206 802 0015.

Namaste Man
Intiman Theatre, 4 Juni 2008

Andrew Weems bringt seine atemberaubende Einmann-Show f�r ihre Welturauff�hrung nach Seattle. Der Mann, der spielt, schreibt das St�ck auch und Weems unterh�lt in dieser 90 Minuten Performance ein entz�cktes Publikum aus der hohlen Hand. Indem er Tempo, Dialekt und Begebenheiten m�helos wechselt, malt er ein Bild von Orten und Menschen, denen er in seinem Leben in Kathmandu begegnet ist und man f�hlt sich unweigerlich an Robin Williams erinnert an einem seiner besseren Tage.

Weems verbrachte einen Gro�teil seiner Kindheit in Indien und Nepal. "Namaste" bedeutet gleicherma�en hallo und auf Wiedersehen auf Nepalesisch. Er erz�hlt, was das Leben in dieser Welt voll Farben, Fantasie und interessanten Pers�nlichkeiten ausmachte.

Die Inszenierung wird von Bartlett Sher geleitet, der 2008 den Tony Award f�r seine Regiearbeit von South Pacific entgegennahm.

Namaste Man l�uft bis zum 4. Juni jeden Tag, ausgenommen montags und am 7. Juni.

Mexico : China 1:0
Cesar VILLALUZ 13�
16 April 2008, QWest Field

Einige Tage nachdem der Dalai Lama Seattle verlassen hatte, kam das chinesische Fu�ballteam an. Aber das Spiel drehte sich um Mexiko und die Mehrheit der 56 416 Zuschauer waren Mexikaner.

Die gr�nen Hemden dominierten anfangs das Spielfeld und wurden mit einem Tor in der dreizehnten Minute belohnt. Schon in der dritten Minute musste sich Sun Ji sich mit Sergio Ponces Angriffen auseinandersetzen. Derselbe fing Song Zhenyus sieben Minuten sp�ter gekonnt ab. Deshalb war es keine �berraschung, dass Sergio Santana sofort auf Jorge Hernandez Linkspass reagieren und denn Ball an Cesar Villaluz weiterspielen konnte, der daraufhin das einzige Tor des Spieles schoss.

Danach sah es eine Weile so aus, als ob Mexiko eine Reihe Tore schie�en w�rde, doch dann blockte Song einen Kopfball von Santana in der siebzehnten Minute und Naelson nutzte neun Minuten sp�ter einen freie Schussbahn nicht aus. Eine Minute vor der Halbzeit gelang es Santana Song auszutricksen, nur um danngeradewegs �ber das Tor hinaus zu schiessen.

Mexiko gewann damit ein zweites von insgesamt sieben Spielen, aber durch das �berraschend defensive Spiel der Chinesen und die Menge der ausgewechselten Spieler wurde das Spiel z�h. Dies beeinflusste den Enthusiasmus des Publikums aber nicht, das einfach nur begeistert war, seine Helden in Seattle spielen zu sehen.

Marionettentheater des Penis
ACT Theatre, 29 April 2008

Es ist nicht ganz einfach angemessenen Worte zu finden um dieses hoch originelle Theaterst�ck zu beschreiben, da wir uns hier ja auf einer Familienbetonten Website befinden. Dan Speed und Martin zeigten uns mit diesem St�ck die Vielseitigkeit ihrer Darstellung die sie nur mit Hilfe Ihrer H�nde und Geschlechtsorganen bestritten.

Das �berwiegend weibliche Publikum schien die Vorstellung der zwei Jungen Australier, die Alles vom Hot Dog bis zum Eiffelturm ins Leben riefen, sichtlich zu genie�en. Mit diesem �beraus originellen Theaterst�ck wurde im ACT wirklich nichts der Fantasie �berlassen.

Im Auftakt wurde das Publikum von der ortsans�ssigen Kom�diantin Cathy Sorbo aufgeheitert, die es schaffte beide Geschlechter auf ihre Weise hochzunehmen. Ihre Vorf�hrung war roh, unanst�ndig und lustig. Allem Anschein nach waren das Themen von denen die meisten M�nner im Publikum wahrscheinlich nichts wissen wollten aber doch wissen sollten. Wenn Sie die Chance haben diese Frau einmal live zu erleben, dann sollten sie das tun, wir k�nnen wir Ihnen das aufs H�chste empfehlen.

Das Tagebuch der Anne Frank
Intiman Theatre, 22 April 2008


Lucy DeVito und Connor Toms
© Chris Bennion 2008
Am 12. Juni 1942 erhielt Anne Frank von ihren Eltern ein Tagebuch zum 13. Geburtstag. 24 Tage sp�ter, als ihr die anti-j�dischen Erlasse das Leben unertr�glich zu machen begannen, tauchte ihre Familie in Amersterdam unter. �ber 50 Jahre sp�ter ist dieses Tagebuch noch immer eine der ber�hmtesten Aufzeichnungen jener Zeitperiode. Die B�hnenbearbeitung von Frances Goodrich und Albert Hackett unter der Regie von Sari Keller brachte das Tagebuch von Anne auf �usserst bemerkenswerte Weise wieder zum Leben.

Nicht nur sieht Lucy DeVito in auffallender Weise aus wie Anne Frank selbst, sondern sie legt auch eine unglaubliche Leistung als der Teenager hin, der die Grimmigkeit ihrer Situation bek�mpft, um idealistisch zu bleiben. Das Manuskript erz�hlt die Geschichte von Annes Familie, den van Daans und Herrn Dussel, die in einer �berf�llten Dachstube zusammen zu leben versuchen, versteckt vor aller Welt ausser ihren innigen Freunden, Herrn Kraler and Miep Gies.

Zwischen den Szenen - und um den Zeitablauf darzustellen - liest Anne Ausz�ge aus ihrem Tagebuch f�r die Zuschauer vor. Man kann nicht �berbetonen, wie bewegend dieses Theaterst�ck ist. Goodrich und Hackett widerstehen der Versuchung einer �berdramatisierung der acht in eine Mansarde gezw�ngten Personen. Matthew Boston f�hrt die Besetzung als Annes Vater an. Er wird die dominierende Figur und das tragende Fundament des Hauses trotz verzweifeltem Kampf, seine eigene Qual angesichts des Schicksals seiner Familie zu verstecken. Gelegentlich scheint er wie f�r uns, die Zuh�rerschaft, zu sprechen, wenn wir verzweifelt wollen, dass der belagerte Mansardenbesetzer aufh�re zu r�sonieren und die Hoffnung nicht verliere.

Michael Winters spielt Herrn van Daan und gibt einen perfekten Gegensatz zu Boston durch seine Unf�higkeit, sich ihrem Schicksal anzupassen. Ausserstande zu konkurrieren mit der Autorit�t von Herrn Frank, der Rechthaberei seiner Frau und der wachsenden Unabh�ngigkeit seines Sohnes � Peter, gespielt von Connor Toms � bleibt ihm nur ein niederschwelliger Krieg mit der Katze seines Sohnes, als ein Sinnbild f�r den Verlust der Kontrolle �ber jeden seiner Lebensbereiche.

In der Tat gibt es kein einziges schwaches Glied in dieser Besetzung. Gegen Schluss des St�ckes zeigen die Mitwirkenden eine Ersch�pfung, welche ausgezeichneten Beweis davon ablegt, wie tief sie sich selbst in ihre Rollen gest�rzt haben und was f�r eine beanspruchende Arbeit es ist.

Es ist ein langes Theaterst�ck mit 2 � Stunden und der Inhalt ist zerm�rbend, aber wenn Sie sich dieses Jahr etwas ansehen gehen, sehen sie sich doch Anne Frank im Intiman an.

Anne Frank l�uft vom 21. M�rz bis zum 17. Mai (Dienstag-Sonntag). Der Eintritt betr�gt $10-50.

Pacific Northwest Ballet - Director's Choice
McCaw Hall, 21 M�rz 2008

Sense of Doubt.
Carrie Imler und Casey Herd
© Angela Sterling 2008
Der Abend bestand aus vier k�rzeren St�cken, die Peter Boal, Direktor des PNB, ausgew�hlt hat. Das erste St�ck war eine Reprise des letztj�hrigen �Sense of Doubt,� einer Choreographie von Paul Gibson zu Musik von Philip Glass. Diese Ausf�hrung war schon das erste Mal ein Prost Amerika Favorit und ist immer noch beeindruckend. Die mit bronzenem und gr�nem Stoff bekleideten T�nzer wirbeln zu Glass�s launischer und intensiver Musik �ber die B�hne und das St�ck endet mit einem �berw�ltigendem Finale. Das n�chste St�ck war �F�r Alina,� eines von Arvo P�rts minimalistischen Pianost�cken begleitet von einer Choreographie von Edwaard Liang - eine komplexe pas de duex mit Miranda Weese und Batkhurel Bold, die eine unbeholfene und vorsichtige Intimit�t verstr�mte.

Das Highlight des Abends jedoch war die Premiere von Ulysses Doves �Vespers.� Um die intensive perkussive Musik von Mikel Rouse arrangiert, performen in �Vespers� eine sechs streng aussehende Ballerinas in schwarzen Kleidern, die geformte Holzst�hle als Requisiten benutzen. Im Verlauf des St�ckes benutzt erst eine T�nzerin, dann zwei, dann alle sechs, die St�hle auf jede nur erdenkliche Art; sie bewegen sie, springen auf sie und �bergeben sie aneinander. In einem sp�teren Teil des St�ckes setzen sie sich wie fromme Frauen in der Kirche auf die St�hle. Dann springen pl�tzlich einige auf und tanzen mit primitiver Energie und Akrobatik um die anderen herum, w�hrend die anderen sitzen bleiben. Am Ende sitzen alle sechs auf den St�hlen und springen auf und ab wie eine Reihe Kolben in einem Motor. Diese St�ck ist beeindruckend und es ist zu hoffen, dass es in das es in das Repertoire des PNB aufgenommen wird.

Eine weitere Premiere war William Forsythes �One Flat Thing, Reproduced,� mit Musik von Thom Willems. Wie auch �Vespers� ist dieses St�ck voller Energie und benutzt Requisiten, aber ihm fehlt die Koh�renz. Eine Gruppe m�nnlicher und weiblicher T�nzer in bunten Kleidern schieben Cafeteria-Tische, agieren auf, unter und neben ihnen zu stampfender Industrial-Musik. Das Konzept wirkt auf den ersten Blick interessant, aber das St�ck scheint sich nicht weiterzuentwickeln; das Chaos l�uft einfach weiter und weiter ohne zu eskalieren.

Obwohl nicht alle St�cke des Abends herausragend waren, war es eine gelungene Veranstaltung und eine Demonstration der Kraft und der Innovationsfreude des PNB.

Seattle Opera - Tosca
29 Februar 2008, McCaw Hall

Tosca
Gary Simpson und Michele Capalbo
Photo © Rozarii Lynch
Die neue Produktion von Seattle�s Opernhaus, Puccinis Klassiker �Tosca,� ist eine beeindruckende Umsetzung dieser zeitlosen Geschichte �ber Liebe, Politik und Verrat. Die ber�hmte Operns�ngerin Floria Tosca (Michele Capalbo) und ihr Liebhaber, der Maler Mario Cavaradossi (Brandon Jovanovich), sind gl�cklich zusammen, obwohl ihre Beziehung unter Toscas Eifersucht leidet. Pl�tzlich taucht ein alter Freund Cavadarossis auf, der gerade aus dem Gef�ngnis enflohen ist. Cavaradossi versteckt ihn und hilft ihm bei der Planung seiner weiteren Flucht. Der grausame und l�sternde Baron Scarpia (Gray Simpson) ist dem entflohenen Gefangenen jedoch dicht auf der Spur und sieht hier seine Chance, endlich an Tosca heranzukommen.

Cavaradossi liebt Tosca, aber er bef�rchtet, dass sie ihn versehentlich verr�t - was sie am Ende tats�chlich tun wird. In einer fr�hen Szene in der Kirche wird ihre Beziehung anschaulich dargestellt und die sp�tere Trag�die wirft schon ihren Schatten voraus. Die Schauspieler meistern jede Nuance der Szene; Toscas Schwanken zwischen Eifersucht und Verf�hrung, Cavaradossis Liebesversicherungen, mit denen er seine Anspannung verdeckt und versucht, Tosca aus dem Weg zu bekommen, damit er seinen Freund retten kann. Aber nichts davon w�re gef�hrlich ohne den dritten Punkt dieser Dreiecksbeziehung: den diabolischen Scarpia. Dieser Charakter ist besonders fesselnd, denn er ist gleichzeitig abstossend und auf gruselige Art verf�hrerisch. Diese Eigenschaften kommen nur zur Geltung, wenn der Schauspieler talentiert genug ist. Das ist hier definitiv der Fall: Simpsons voller Bariton und seine starke Pr�senz stehen im Kontrast mit Jovanovichs h�herer Stimmlage und persona. In Scarpios Szenen mit Tosca sp�rt man die Konfrontation ihrer Willen; sein dunkles Verlangen spornt sie an, Casacadossi um jeden Preis zu retten. Als Tosca verzweifelt darum k�mpft, ihren Liebhaber zu retten, lassen Betrug, Verrat, Mord und Selbstmord die Situation eskalieren.

Wir verfolgen fiebernd, wie sich diese Drama entwickelt; sind w�tend �ber Toscas Erleichterung als Cavaradossi vor das Erschiessungskommando gef�hrt wird; erwarten angespannt den schrecklichen Moment...das wir so mitgerissen sind zeigt, wie gut diese Produktion als Ganzes und Michele Capalbos emotionale und aufw�hlende Performanz ist.

The Triple Door - Huun Huur Tu
2 M�rz 2008

Der Kehlkopfgesang ist eine Kunst, die in Tuva, einer Provinz in Sibirien, seit Jahrhunderten gepflegt wird. Aus Tuva stammt auch Huun Huur Tu, eine Gruppe von vier au�ergew�hnlichen Musikern, die diese Technik perfekt beherrschen. Diese uralte Art zu singen - eine Mischung aus Summen, Zwitschern und Brummen - er�ffnet eine f�r westliche Ohren unbekannte Klangwelt.

Die S�nger sehen selbst aus wie feurige mongolische Reiter und schlagen den Zuh�rer sofort in ihren Bann. Das einzige identifizierbare Instrument ist eine Gitarre, ansonsten spielen die vier selbstgebastelte Instrumente. Jeder der vier K�nstler hat seine eigene Spezialit�t: der �lteste hat den tiefsten Kehlenklang, w�hrend ein anderer sich so anh�rt, als h�tte er eine Fl�te im Hals versteckt. Der dritte beherrscht die Trommel und der vierte zwitschert wie ein Vogel. Keines der Lieder wird von einem alleine getragen, sondern alle K�nstler wechseln sich untereinander ab und die verschiedenen Kl�nge flie�en ineinander und bilden ein sph�risches Ganzes. Auch die Geographie vermischt sich: manchmal h�rt sich die Musik chinesisch an, dann wieder indisch. Letzten Endes ist sie jedoch unbeschreiblich.

Diese Show war ein riesiger Erfolg in Europa und man kann nur hoffen, dass die vier noch weiter touren und viele dieses H�rereignis geniessen k�nnen.

Dr. Maya Angelou
Paramount Theatre, 24 Februar 2008

von Lika Smith

Drau�en vor dem historischen Paramount Theater in Seattle standen Frauen jeder Gesellschaftsschicht, die gespannt auf die poetischen, klugen Worte Maya Angelous warteten. Die Brown Sisters aus Portland (brownsistersmusic.com) er�ffneten den Abend f�r Dr. Angelou mit einer gro�artigen Darbietung von Gospelsongs, die darauf abzielten, die Stimmung des Publikums anzuheben. Aber der Rest des Abends geh�rte ihr ganz allein.

Die beinahe 80-j�hrige ber�hmte Autorin, Dichterin und Dramatikerin Maya Angelou begann den Abend mit dem Refrain von �I shall not be moved.� Als sie mit vornehmer Gestalt, kr�ftiger Stimme und ansteckendem Lachen auf der B�hne stand, wurden ihre Geschichten von Kindheit und Verbundenheit [connectedness] mit jeder Erinnerung, die sie mit dem Publikum teilte, zum Leben erweckt. Es waren Erinnerungen an Gedichte auf Amtseinf�hrungen von Pr�sidenten, Einladungen, um vor der UN zu sprechen, die Er�ffnung des Martin-Luther-King-Museums, die B�rgerrechts�ra und die lange Eisenbahnfahrt alleine mit ihrem Bruder von Kalifornien nach Arkansas im Alter von f�nf Jahren. Erinnerungen an ihre bescheidenen Anf�nge in Stamps, Arkansas und an ihren halb gel�hmten Onkel Willie, dessen Einfluss und Liebe zu Bildung und Erziehung nicht nur sie, sondern auch andere in Arkansas f�r mehrere Generationen geformt hat -- der Kreislauf eines einzigartigen Lebens.

In so vielen Leben auf positive Weise vorzukommen wie ihr Onkel Willie einst, das war Dr. Angelous Thema des Abends. Obwohl er gel�hmt war und es niemals vor die Tore von Stamps, Arkansas geschafft hat, war Onkel Willie zeitlebens ein Vorbild, dem es gelang die Saat f�r k�nftige Helden und Heldinnen anzupflanzen, indem er einfach die weniger Wertgesch�tzten/ gesellschaftliche Benachteiligten unterrichtete. Das lief zum Beispiel so ab: Onkel Willie beeinflusst einen zuk�nftigen B�rgermeister. Dieser B�rgermeister pr�gt einen k�nftigen Gesetzgeber des Staates, der nun seinerseits einen weiteren zuk�nftigen Gesetzgeber beeinflusst, n�mlich seinen Enkel, der sich f�r die B�rgerrechte einsetzt, obwohl er ein wei�er Mann ist.

Es war eine Nacht stilvoller, aber klarer Worte von einer Frau, die ein Leben voll Abenteuer, Leid, Freude und Gesang gelebt hat. �Entwickle Mut�, bekundet Dr. Angelou, �denn ohne Mut kannst du die Tugenden nicht aus�ben.� Sie erinnert uns daran wie einzigartig �hnlich wir Menschen uns sind und doch auf wundersame Weise verschieden � und dass wir Menschen im Umgang miteinander nichts Menschliches f�r fremd halten sollten. �Wir leben in unmittelbarer Beziehung zu unseren famili�ren Helden und Heldinnen.� Wenn es eine Botschaft gibt, die sie mit uns teilen will, dann die, dass jeder von uns ein Vorbild sein muss f�r all diejenigen, denen wir noch nicht begegnet sind, den zuk�nftigen Generationen.

The Imaginary Invalid
Seattle Repertory Theatre, 27 Februar 2008

Rocco Sisto
Rocco Sisto als Argan
"The Imaginary Invalid" ist eine moderne Auffrischung von Molieres ber�hmtem letzten Schauspiel "Le Malade Imaginaire", ins 21. Jahrhundert �berf�hrt von der namhaften B�hnenschriftstellerin Constance Congdon. Der Geist des Originals bleibt gewahrt, wie wohl dieses gleichzeitig mit musical-artigen Produktionsnummern, zeitgen�ssischen Anspielungen, bewegenden B�hnenbildern und einem Gemisch von Kost�men aus der heutigen Zeit bis zur�ck ins 17. Jahrhundert frech und lebendig gemacht wird.

Die Titelfigur Argan ist ein wohlhabender Hypochonder. Seine sch�ne, unschuldige Tochter Angelique m�chte nichts anderes, als ihren gutaussehenden Freier Cleante heiraten, aber ihr Vater verlangt, dass sie anstelle dessen seines Doktors Neffen eheliche, den sozial unf�higen Claude. Seine zweite Ehefrau Beline wiederum will, dass Angelique �berhaupt niemanden heirate, sondern in ein Frauenkloster eintrete (und damit ihre Erbanspr�che verwirke), damit sie selbst und ihr notorischer Liebhaber dereinst alles, was Argan wert ist, abkassieren k�nnen. Nur die treue Dienerin Toinette steht zwischen Argan und dem Desaster und tut alles, um Angelines Romanze zu retten, Argan vor Beline zu sch�tzen und die geldgierigen �rzte und Apotheker fortzujagen.

Die komplexe Handlung, angereichert mit bodenst�ndigen Witzen, Doppeldeutigkeiten und der Welt absurdester �impromptu pastoral opera�, schreitet nahtlos voran. Der Ausgang ist nie zu ungewiss, doch gibt es unterwegs jede Menge Fallstricke. Es belegt das hohe Niveau der Schauspieler, dass wir uns trotz dieser Riesenfarce um das Wohlergehen der jungen Verliebten und selbst von Argan so viel Sorge machen.

Es gibt viel grossartige Schauspielkunst. Rocco Sisto macht Argan gleichzeitig absurd und sympathisch, w�hrend Julie Briskmans Beline verf�hrerisch und �beraus gut ist. Zoe Winters entz�ckt als schamhaft err�tende Angelique mit ihrem �Raggedy Ann�-Haar und ihrer Sch�rze sowie gut gepaart mit Andrew William Smith als verzweifeltem jungen Geliebten Cleante, w�hrend Ian Bell viel Gel�chter als ihr M�chtegern-Ehemann Claude erntet. Doch die Show wird letztlich allen von Alice Playten als Toinette gestohlen, die - allzeit zu einer spitzen Bemerkung bereit - niedlich in ihrer klassisch-franz�sischen Dienstm�dchenausstattung herumt�nzelt, w�hrend sie das ganze Geschehen um sich herum kontrolliert. Direktor David Schweizer h�lt dies alles zusammen, indem er auf dem schmalen Grat zwischen hoher Kom�die und Chaos hin- und herbalanciert und das Ganze mit einer pyrotechnischen Musical-Nummer beendigt. Er hinterl�sst das Publikum zufrieden und aus vollem Herzen applaudierend."

Das American Jewish Committee und die German Heritage Society:
Israel und Deutschland: Sechs Jahrzehnte einer einzigartigen Partnerschaft
Donnerstag, 21 Februar 2008

Dieses Programm, ein Teil von Seattles �Israel wird 60 Feier�, erforscht sechs Jahrzehnte politischer, kultureller und �konomischer Beziehungen zwischen Israel und Deutschland, die sich aus dem Schatten des Holocaust gebildet haben.

Die Generalkonsuln von Israel und Deutschland kamen nach Seattle, um �ber die einzigartige Freundschaft zu sprechen, die sich zwischen den Staaten Israel und Deutschland entwickelt hat. Deutschlands Generalkonsul, Herr Rolf Sch�tte, sprach zuerst und erz�hlte uns vom f�r M�rz geplanten Ausflug des Deutschen Kabinetts nach Israel zum allerersten gemeinsamen Kabinettsmeeting als ein Symbol von Deutschlands spezieller Solidarit�t mit Israel in diesem Jahr, dem 60. seit Gr�ndung des j�dischen Staates. Das gemeinsame Kabinettstreffen wird das erste Mal markieren, dass die deutsche Regierung au�erhalb Europas zusammenkommt. Sch�tte skizzierte ebenfalls die gro�e Unterst�tzung, die der deutsche Staat Israel zukommen lie�. Diese Ansichten wurden von Herrn Akov unterst�tzt, der uns von der �u�erst n�tzlichen Funktion, die Deutschland im Friedensprozess des Mittleren Ostens spielte, berichtete. Herr Akov sprach ebenfalls von den Jugendaustauschprogrammen zwischen den beiden L�ndern. Beide bemerkten mit Befriedigung die Freigiebigkeit Deutschlands, russische Juden zu ermuntern sich in Deutschland niederzulassen.

Feststellend, dass �ber 100 Partnerstadtabkommen zwischen deutschen und israelischen St�dten existieren, beendete Herr Sch�tte seine Rede damit, dass dies bedeute, jede israelische Stadt habe wenigstens eine deutsche Partnerstadt. Tats�chlich hat Haifa drei!

Pers�nlich gesprochen, zollte Herr Akov Herrn Rolf Sch�tte Anerkennung daf�r, dass dieser seit vielen Jahren ein Freund des Staates Israels und der j�dischen Gemeinschaft ist. (Der deutsche Generalkonsul hat ein Buch �ber das Thema �Deutsch-j�dische Beziehungen, heute und morgen. Eine deutsche Perspektive.� geschrieben.)

Sie hatten sogar Zeit f�r einige Fragen aus dem Publikum. Einige interessante Themen tauchten auf, wie etwa der Einflu� der deutschen Wiedervereinigung auf die Beziehung zu Israel und die Angelegenheit, Nukleartechnologie an Iran zu verkaufen.

Trotz tr�ber und seri�ser Themen der Veranstaltung wurde eine heitere Note eingespeist, als beide Herren �ber die deutschen Juden sprachen, die nach Israel emigrierten. Sie waren als Jeckes bekannt und es fand eine Debatte um die Herkunft des Wortes statt.

Insgesamt war diese Nacht ein wichtiger Marker in 60 Jahren einer einzigartigen Freundschaft und verfestigte au�erdem die Beziehungen zwischen Seattles deutschen und j�dischen Gemeinschaften.

Kingston Trio
Bill Zorn, George Grove und Rick Dougherty
Kingston Trio
Moore Theatre, 22 Februar 2008

Die Legenden des "American Folk" entz�ckten ihr Seattle Publikum mit einem ihrer seltenen Auftritte in unserer Stadt. F�r viele Zuh�rer schien das Rad der Zeit um Jahre zur�ckgedreht und die Tr�nen rollten nur so runter als Bill Zorn, George Grove und Rick Dougherty ein volles Haus erfreuten.

Sie wogten durch ihre klassischen Hits "The Tijuana Jail", "M.T.A.", "Where Have All the Flowers Gone?", "Reuben James", "Scotch and Soda", "Greenback Dollar", "Desert Pete", "The Long Black Veil" and "The Merry Little Minuet".

H�hepunkt des Abends war aber f�r Manche die Darbietung des legend�ren Songs "Tom Dooley", eines Nummer-1-Hits aus dem Jahre 1958. Nebst ihrer musikalischen Begabung scheute sich die Band auch keineswegs, ihr Talent im Geschichten erz�hlen unter Beweis zu stellen.

Es war eine der seltenen Gelegenheiten, eine wahre amerikanische Legende in Fleisch und Blut zu erleben und der Abend wird Allen unvergessen bleiben, die das Privileg besassen, in jener Nacht im Moore dabei zu sein.

Mame
5th Avenue Theatre, 14 Februar 2008

Mame.
Matt Owen und Dee Hoty
© Chris Bennion 2008
Die Premiere des klassischen Musicals �Mame� im Theater an der F�nften Avenue war ein rauschender Erfolg. Patrick Dannis� Bestseller-Novelle �Mame�, aus dem Jahre 1955, wurde 1966 zu einem Broadway Musical und hat seither gro�en Anklang gefunden. In der Vergangenheit wurde �Mame� nur sehr selten in Seattle aufgef�hrt und z�hlt deshalb hier zu den besonderen Vergn�gen. Die Pemiere fand am Valentinstag Abend vor einem voll ausverkauften Haus statt, und viele der Besucher hatten sich ganz im Stil des Musicals und seiner Darsteller gekleidet.

�Mame� erz�hlt die Geschichte der lebenslustigen Mame Dennis und ihres Neffen Patrick, der seine Kindheit im Waisenhaus verbracht hat. Die sehr unterschiedlichen Lebenserfahrungen der beiden f�hren zun�chst zu einigen Auseinandersetzungen, aber dann kommt es zu einer wundersamen Wandlung in Patricks Leben, der nun dank seiner Tante lernt, sein Leben voll auszukosten und t�glich neue Erfahrungen zu machen. Jedoch tauchen Probleme auf, als Patricks Vormund Babcock, ein konservativer Bankier, darauf besteht, dass Patrick eine exklusive Schule f�r Knaben besucht, statt der alternativen Schule, die Mame vorschwebt. Doch Tante und Neffe halten zusammen, und auch die Zeit der gro�en Wirtschaftskrise und eine sehr lange Zeit der Trennung voneinander �ndern daran nichts. Im zweiten Akt muss Mame ihren wieder konservativ gewordenen Neffen erneut aufr�tteln, als er ums Haar das falsche M�dchen heiratet.

Dieses St�ck wird von einer sehr gro�en, extravaganten Besetzung aufgef�hrt, einschlie�lich Mames vielen Freunden und ihrer loyalen Hausangestellten. Die hervorragenden musikalischen und t�nzerischen Einlagen geh�ren zu den H�hepunkten dieser Auff�hrung. Die Kost�me, welche von keiner geringeren als �Modek�nigin� Luly Yang aus Seattle entworfen wurden, wechseln st�ndig, wie auch Mames luxuri�ses, modernes und kunstvoll eingerichtes Appartment in Manhattan w�hrend der 20er bis in die 50er Jahre. Gleicherma�en aufw�ndig sind Szenen wie z.B. die von Mames bester Freundin Vera Charles, die in einem Musical im Musical eine �Astrologin� gibt, mit dem mitrei�enden St�ck: �Der Mann im Mond ist eine Dame�.

Dee Hoty gl�nzt in ihrer Rolle als Mame, und auch viele andere Auftritte sind gro�artig, inklusive Nick Robinson in der Rolle des jungen Patrick, Richard White als Beauregard, Carol Swabrick als Vera Charles und Kat Ramsburg als Erzieherin Agnes Gooch, die durch Mames Lebenslektionen ebenfalls in entz�ckender Weise umgewandelt wird. �Mame� l�uft bis zum 2. M�rz und ist sehr empfehlenswert.

Pacific Northwest Ballet - Rom�o et Juliette
31. Januar 2008, McCaw Hall


Noelani Pantastico und
Lucien Postlewaite
© Angela Sterling 2008
Die nordamerikanische Premiere der Rom�o et Juliette von Jean-Christophe Maillot ist f�r den Pacific Northwest Ballet ein Erfolg. Dieses komplexes Ballet, das in der klassischen Partitur von Sergei Prokofiev gegr�ndet ist, ist sehr dramatisch und neu inszeniert gewesen. Das Ballet ist nur bis zu dem Lebensnotwendige abgedreht gewesen und dann sind einige Elemente von Modern Dance hinzugef�gt.

Obwohl die Handlung komplex und manchmal schwierig zum folgen ist, sind die kritische Punkten immer klar und w�hrenddessen sind die Momenten des k�rperliche und emotionelle Intensit�t reichlich. Die Farben des Kost�ms helfen die befehdende Familien abzugrenzen und die Hauptdarsteller aufzuzeigen.

Lucien Postlewaite und Noelani Pantastico sind f�r die Rollen des Schicksalverfallenes Liebespaars perfekt versehen. Die frische Attraktivit�t des Postlewaites ist von seinem wei�en Kost�m verst�rkt und seine Verfolgungsjagd der Juliette ist einfach unwiderstehlich. Pantastico zeigt �berzeugend wie ihre Sch�chternheit und Schuldlosigkeit in Liebe verwandelt. Auch perfekt ausgedr�ckt ist die wachsende Passion und dann die Trag�die des Verlusts und Aufopferung.

Es gibt auch viele andere wunderbare Auff�hrungen zu sehen. z.B. Oliver Wevers, der Friar Laurence spielt, taucht d�nn und schr�g in stark schwarz und wei� auf und hat fast eine unheimlich Qualit�t als seiner gutgemeinte Einmischung zur finale Trag�die f�hrt. Louise Nadeau hat als die Lady Capulet auch ein sehr starkes Pr�sens durch ihrem Kontrollieren und Konkurrenz mit ihrer Tochter Juliette.

Der letzte Aktschluss bei der Premiere hat mehrere wohl verdiente Standing Ovations sowie Blumen f�r alle die Hauptdarstellerinnen gebracht.

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