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Ersatzspieler Greg Howes war der strahlende Sieger, als er sich zusammen mit seinen Teamkollegen von den Seattle
Sounders den USL Meistertitel holte. Er erzielte zwei Tore, darunter den Eröffnungstreffer zum Ende der ersten
Halbzeit, in dem insgesamt 4:0-Triumph über die Atlanta Silverbacks. Nachdem sie sich von dem Verlust ihres
Talismans Leighton O’Brien in der 18. Minute erholt hatten, begann Seattle mit dem Lupfer von Greg Howes nach
Vorlage von Alcaraz-Cuellar den Sturm auf das Tor des Gegners. Alcaraz-Cuellar verdoppelte die Führung des
Gastgebers mit einem zünftigen Torschuss aus 25 Meter Entfernung, nachdem Mannschaftskollege Taylor Graham
dem ehemaligen Portland Timbers Spieler den Ball zuvor nach einem den Gegner verwirrenden Manöver gekonnt
zugespielt hatte. Mit zwei späten Toren machten nochmals Howes und Ersatzspieler Craig Tomlinson die Schlappe
für die Gäste aus Atlanta perfekt.
Die Wolken, die an diesem Abend über das Starfire Center Stadion hinwegzogen, schienen jene widerzuspiegeln,
die im übertragenen Sinn auch die Zukunft der Seattle Sounders verdunkeln, das erklärte Hauptthema des Abends unter
den Zuschauern. Zwar waren sich alle einig, dass die Sounders 2009 in der MSL spielen werden, ob sie 2008 jedoch
überhaupt eine Mannschaft haben werden, ist fraglich. Bei den Fans hat sich deswegen verständlicherweise jede Menge
Ärger angestaut. Die Verantwortlichen würden gut daran tun, zumindest ein offenes Ohr für die Beschwerden zu haben
und die Wünsche der Zuschauer bei der Entscheidungsfindung zu berücksichtigen, wenn nicht sogar als vorrangig anzusehen.
Gleichwohl nichts von alledem schien am Samstagabend Seattles Spieler zu beeinträchtigen, die Atlanta bereits in der
6. Minute gefährlich wurden, als deren mutiger Torwart Ryan McIntosh (ATL) Roger Levesque (SEA) einen Strich durch die
Rechnung machte. Überhaupt machten die Silverbacks mit einem nur knapp an Chris Eylanders linkem Pfosten vorbeigehenden
Schuss von Machel Millwood schon drei Minuten später klar, dass sie nicht nur zur Verteidigung des eigenen Tors angereist
waren. Einziger Wermutstropfen eines ansonsten glänzenden Abends für die Sounders war das durch eine Leistenzerrung
bedingte Ausscheiden von Leighton O’Brien in der 19. Minute, den Prost Amerika als Seattles Spieler des Jahres
erachtet. O’Briens Frustration über das frühe Aus war offensichtlich. Seine Mannschaftskollegen auf dem Rasen
schienen davon jedoch unbeeindruckt und setzten ihr aggressives Angriffsspiel mit Ersatzmann Greg Howes fort,
der mit Begeisterung bei der Sache war.
Drei Minuten später legte Levesque Seb Le Toux (SEA) vor, der Franzose zielte jedoch ganz entgegen seiner
sonstigen Art direkt auf Atlantas Torwart McIntosh. Nach weiteren drei Minuten wiederholte sich die Szene
nach einem rechten Eckball von Taylor Graham (SEA).
Aber auch die Silverbacks spielten sich ihre Chancen heraus. So kam beispielsweise elf Minuten vor
Schluss der ersten Halbzeit Chris Eylander, der eindrucksvolle Torhüter der Sounders, zum Einsatz als
er einen Torschuss von Warren Ukah mit den Fingerspitzen über die Latte seines Tores lenkte.
Gerade als es schien, dass die 4.893 Zuschauer wohl eine torlose erste Halbzeit erleben würden, passte
Alcaraz-Cuellar in einem seiner besten Spiele der Saison den Ball von der rechten Seitenlinie aus auf Greg
Howes, der sich gegen die Abwehr der gegnerischen Mannschaft durchsetzte und das Leder instinktiv über den
heraneilenden McIntosh ins Tor lupfte.
Falls die anstrengende und fordernde erste Halbzeit gegen einen starken Gegner ein Kraftakt für die
Sounders gewesen sein sollte, wurde es in der zweiten Halbzeit noch schwerer für das Team aus Seattle.
Bereits 120 Sekunden nach dem Anpfiff gewann Millwood den Zweikampf gegen Graham, verfehlte dann jedoch
um Längen. Nur Sekunden später forderte Macoumba Kandji (ATL) Eylander heraus, der die daraus
resultierende Ecke, brillant ausgeführt von Omar Jarun (ATL), parierte, trotzdem es zunächst so schien,
als habe Jaruns Ball ihn direkt am Kopf getroffen.
Dies war der Höhepunkt für Atlantas Siegesträume, die 14 Minuten später durch Taylor Graham ein jähes
Ende fanden. Trotzdem es zuerst so aussah, als habe Graham sein kraftvolles Dribbling zu weit nach links
verlagert, behielt er trotz der ihn einkreisenden Spieler der gegnerischen Mannschaft die Nerven und führte
den Ball sicher zurück zu Alcaraz-Cuellar, der kurz aufsah und ihn dann aus 25 Meter Entfernung ins Netz
des Gegners donnerte. Ein tolles Tor, das in jeder Liga seinesgleichen sucht. An dieser Stelle auch ein
dickes Lob an die Silverbacks, die sich daraufhin nicht geschlagen gaben, sondern tapfer weiterkämpften.
Sechs Minuten später musste Eylander wiederum einen Ball mit den Fingespitzen über sein Tor lenken,
diesmal von Torjäger Angel Rivillo (ATL). Silverbacks Spieler Matt Bobo gab einen Kopfball zum Besten,
der ebenfalls die Latte des Sounders Tores berührte. Die Gäste gaben wirklich alles, aber ihr Widerstand
brach in den letzten zehn Minuten, als der frenetische Applaus der Zuschauer den Sounders noch einmal Flügel
zu verleihen schien. Acht Minuten vor Schluss war es noch einmal Howes, der mit Hilfe eines unglücklichen
Abpralls des Balls von Bobo (ATL) zum dritten Mal für die Sounders traf. Wenn auch auf verlorenem Posten,
die Gäste kämpften und forderten Eylander weiterhin heraus, der zunächst mit den Füßen abwehren und dann
Rivillos Torpläne drei Minuten vor Spielabpfiff durchkreuzen musste.
Als der Countdown auf den Titel begann, steigerte sich die Lautstärke im Stadion noch einmal.
Publikumsliebling Craig Tomlinson bekam seine Chance den Moment zu genießen, als Le Toux vom Platz
genommen wurde - wahrscheinlich um den Fans die Gelegenheit zu geben, ihn nach seinen starken Leistungen
der Saison entsprechend zu feiern. Tomlinson ließ sich nicht lange bitten und führte seine Mannschaft mit
Tor Nummer vier zu Titel Nummer vier.
Ob die Sounders im nächsten Jahr Gelegenheit haben werden, diesen zu verteidigen, steht noch nicht fest,
aber niemand kann die Leidenschaft und Begeisterung der Seattleites leugnen, die ihrem Verein und ihrem
Sport trotz der mangelnden Medienberichterstattung die Treue halten. Am Ende des Spiels beschwor Kapitän
Danny Jackson seine Anhänger, den Fußball auch weiterhin zu unterstützen, denn „es ist der schönste Sport
der Welt.“ Ob und wann die Sounders noch einmal die Gelegenheit zum Spielen bekommen werden, steht vom
jetzigen Stand der Dinge aus gesehen noch in den Sternen.
ZITATE DES ABENDS
„Ich bin stolz auf euch alle. Und ich bin mit Sicherheit stolz auf sie.“ Brian Schmetzer
„Wir haben verdient zu gewinnen. Wir haben gewonnen, und wir haben ausdrücklich gewonnen.“ Danny Jackson
„C’était une belle saison.” („Es war eine schöne Saison.”) Sebastien Le Toux
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Die Sounders haben es nach gewonnenem Elfmeterschießen gegen die tapfere Mannschaft der Puerto Rico Islanders
ins USL Pokalfinale geschafft, das am 29. September im Tukwila Starfire Center stattfindet. Trotz des Siegs, der
Seattles Fußballherz höher schlagen lässt, hat wohl niemand der 3.107 Zuschauer zu Beginn des Spiels mit dem
sportlichen Drama gerechnet, das sich auf dem Rasen abspielen sollte.
Mit einer 2:1-Führung aus dem vorangegangenen Rückspiel im Tukwila Starfire Center angetreten, wurde die
Mannschaft aus Seattle sichtlich von dem starken Spiel der Puertoricaner überrascht. Die insgesamt glanzlose
Vorstellung der Sounders in der ersten Halbzeit ist jedoch nicht allein dem Fehlen von Danny Jackson
zuzuschreiben. Nach einem frühen vergebenen Elfmeter von Seb Le Toux (SEA), der zuvor von Josh Saunders
(PRI) zu Fall gebracht worden war, und zwei aufeinander folgenden Gelben Karten für die Islanders Sims
und Atieno fassten die Gäste Fuß und fanden mehr und mehr zu ihrem Spiel. Torchancen gab es für beide
Seiten, die besten jedoch für Willie Sims (PRI), der sich als konstante Bedrohung für Seattles Torwart
Chris Eylander entpuppte.
In den ersten Minuten der zweiten Halbzeit forderte Josh Gardner (SEA) Islanders Torwart Josh Saunders
heraus, zehn Minuten später gefolgt von Teamkollege Kevin Sakuda, der aber ebenfalls an der Nummer eins
der Puertoricaner nicht vorbeikam. Drei Minuten darauf kam Seattles Chris Eylander, der diese Woche vom
Auswahlkomitee der All Stars gerügt worden ist, zum Einsatz und hielt einen aus kürzester Entfernung
abgefeuerten Torschuss von Atieno. Trotz Paraden wie dieser wurde die von den Gästen ausgehende Gefahr
dennoch immer offensichtlicher und den Sounders schließlich zum Verhängnis. Zwei Einwechselspieler der
Puerto Rico Islanders, Noah und Alberto Delgado, die sich den Ball gegenseitig gekonnt zuspielten,
ließen Chris Eylander keine Chance. Alberto Delgado, der hünenhafte Kubaner, traf zum ersten Mal
für seine Mannschaft.
Das Tor für Puerto Rico brachte das Spiel in die Verlängerung. Nach 100 Minuten fiel dann der Ausgleich
für die Gastgeber durch Einwechselspieler Greg Howes, der eine Vorlage von Sounders Kollege Levesque
verwandelte. 14 Minuten später traf Seb Le Toux die Unterseite der Latte des gegnerischen Tors, ein
Treffer, der für Seattle den sicheren Sieg bedeutet hätte. Doch nur drei Minuten darauf stürzte ein
ungehindert durch ihre Verteidigungslinie hindurch und über die Torlinie gehender Freistoß von Victor
Herrera (PRI) die Sounders ins Unglück.
Ein Endergebnis also von 1:2 und ein insgesamt 3:3-Punktestand nach Hin- und Rückspiel. Im anschließenden
Elfmeterschießen trat Seattle zuerst an, und Torjäger Howes machte den Ball sicher rein. Puerto Ricos Antwort
durch Atieno wurde von Chris Eylander brillant abgewehrt und brachte die Sounders in Vorteil. Leighton O'Brien
(SEA), Greg Simmonds (PRI), Hugo Alcaraz-Cuellar(SEA) und Victor Herrera (PRI) folgten seinem Beispiel. Somit
stand es 3:2 für die Seattle Sounders als schließlich Riese Andre Schmid zum Schuss kam. Er traf und setzte
daraufhin Lars Lyssand unter Druck, der nunmehr für die Islanders treffen musste. Aber auch er scheiterte am
heldenhaften Chris Eylander, der seine Mannschaft mit seiner Parade ins USL Finale am nächsten Samstag brachte.
Anpfiff ist um 19:00 Uhr. Überdachte Tribünenplätze kosten 25 Dollar, nicht überdachte 20 Dollar. Sitzplätze
im Tukwila Starfire Center sind extrem begrenzt, und das Spiel wird voraussichtlich ausverkauft sein. Fans
sollten sich also frühzeitig um ihre Tickets kümmern.
Seattle: Chris Eylander; Taylor Graham, Zach Scott, Noah Merl, Kevin Sakuda (Adam West 102'); Kenji Treschuk, Leighton O'Brien, Josh Gardner (Greg Howes 67'), Hugo Alcaraz-Cuellar; Roger Levesque (Andre Schmid 113'), Sebastien Le Toux (Jake Besagno 116'). Substitutes not used: Ben Dragavon, Gabe Sturm, Craig Tomlinson.
Puerto Rico: Josh Saunders; Marco Velez, John Krause (Mauricio Segovia 115'), Jay Needham (Greg Simmonds 105'); Lars Lyssand, David Johnson (Victor Herrera 73'), Edwin Miranda, Alexis Rivera (Alberto Delgado 55'); Willie Sims (Noah Delgado 69'), Fabrice Noel, Tai Atieno. Substitutes not used: Michael Behonick, Raphael Ortiz.
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Der FC Dallas wird zwar ins Finale des US Open Cups einziehen und dort auf die New England
Revolution treffen. Jedoch wird der Sieg der Texaner in einem fantastischen Halbfinale
überschattet von einem der dreistesten Zeitverschwendungsmanöver, das die Rekordzahl
von 10.385 Besuchern je gesehen hat.
Der dargebotene Fußball war eine exzellente Werbung für den Sport an sich: Dallas
spielte bereits nach 125 Sekunden die erste Torchance mit einem für Chris Eylander
gefährlichen Kopfball von Carlos Ruiz heraus. Weitere 125 Sekunden später revanchierte
sich der texanische Torhüter Dario Sala als Seb Le Toux sich in Position brachte und
feuerte. Der Franzose verpasste jedoch die nächste Gelegenheit als er sich vergeblich
nach einem Pass von Levesque streckte. Nach einer Ecke von Josh Gardner Sekunden später
vergab Hugo Alcaraz-Cuellar die Chance auf ein Kopfballtor.
Weltmeister Denilson begeisterte die Menge mit seinen brasilianischen Ballkünsten
und legte dem torgefährlichen Ruiz vor; der Schuss des Mannes aus Guatemala traf
allerdings direkt auf den Torwart der Sounders.
In einem schnellen Spiel, das beide Mannschaften immer wieder vors gegnerische Tor
führte, hatten die Seattle Sounders die nächste Chance, als Taylor Graham einen Pass
von Hugo zum Kopfball gegen Sala nutzte, einer von vielen Kopfbällen, die im Strafraum
des FC Dallas von Seattle vergeben wurden. Nachdem einem Freistoß des tonangebenden
O’Brien auf Le Toux traf, der ein wenig zu voreilig auf den bereits entgegenkommenden
Levesque abspielte, gingen die Sounders als überlegene Mannschaft in die Halbzeit.
Nach der Pause ersetzte Adrian Serioux den verletzten Clarence Goodson. Dennoch
waren es auch weiterhin die Sounders, die die besten Möglichkeiten herausspielten – und
verpassten. Ein zu lascher Schuss von Levesque sechs Minuten nach Anpfiff der zweiten
Halbzeit, machte die exzellente Vorarbeit von Josh Gardener, der sich dabei ganz und
gar verausgabte, zunichte. Aaron Pitchkolan kam für Alex Yi, bevor Eylander in der 61.
Minute eine weitere Heldentat für die Sounders vollbrachte, indem er Abe Thompsons
Torpläne in Kernschussweite vereitelte. Der Ball fiel an Kenji Treschuk, der ihn
aus Versehen an einen sichtlich überraschten gegnerischen Stürmer abgab, der das
Tor der Sounders dann allerdings gnädigerweise um Längen verfehlte.
In der 63. Minute hatten die Sounders ihre bis dahin beste Chance in Führung zu
gehen, als Taylor Graham einen linken Eckball von O’Brien gegen die Latte köpfte
und Torwart Sala zum Zaungast degradierte. Seattle drängte jedoch unbeirrt weiter
nach vorne: Nur fünf Minuten später spielte Hugo – offensichtlich inspiriert durch
die Anwesenheit Denilsons – gleich zweimal einen verdutzten Wagenfuhr im rechten
Flügel aus und gab den Ball mit einem Traumpass weiter an Leveseque. Dieser
verpasste die Gelegenheit und köpfte den Ball zuerst über die Latte hinweg,
um ihn kurz darauf, als er den letzten Verteidiger aus Dallas hinter sich
gelassen hatte, direkt auf Sala zu schießen.
Wann immer das Tor der Sounders von den gegnerischen Schurken des FC Dallas
angegriffen wurde, Eylander blieb der strahlende Held Seattles; vor allem, nachdem
er den brandgefährlichen Ruiz zwischen Levesques Fehlschüssen gleich zweimal in
Folge abwehrte. Grund zur Erleichterung gab es für Seattles Torhüter als ein
geschickter Lupfer von Ruiz, den Eylander nur noch mit Blick über die eigene
Schulter hinweg verfolgen konnte, über die Latte ging. Acht Minuten vor
Schluss verpasste Zach Scott die Chance zum Kopfballtor nach einer Ecke
von Hugo, obwohl Scott sich alle Mühe gab den Ball zu erreichen. Eine Minute
später war es wiederum Dallas’ Wiederholungstäter Ruiz, der den Ball aus nur
vier Metern Entfernung auf Eylander schoss, der allerdings einwandfrei parierte.
Beide Seiten jagten dem Matchgewinn in einer aufregenden Endphase nach:
Eyelander blockte einen gegnerischen Eckball, bevor Treschuk die Situation
endgültig klärte, Pablo Ricchetti kassierte eine Gelbe Karte – die erste des
Spiels – für eine brutales Foul an Le Toux. Dann kam der Abpfiff.
Die Verlängerung brachte Dallas das Tor, das das Spiel innerhalb von 60
Sekunden von Grund auf veränderte. Alvarez arbeitete sich bis zur Torlinie
vor, kickte den Ball zurück an den heraneilenden Ruiz, der ihn gekonnt über
Eylander hinweg ins Netz der Sounders beförderte. Nach dem Führungstreffer
zeigte der FC Dallas dann ganz klar, das er der „Profi“ auf dem Platz ist.
Juan Carlos Toja ging schmerzverzerrt am linken Spielfeldrand zu Boden und
unterbrach seine dramatische Vorstellung nur kurz, um den Schiedsrichter
mit einer Pseudo-Gelben Karte darauf hinzuweisen, einen Sounders Spieler
wegen Foulsspiels zu verwarnen. Die Zeitlupe zeigte jedoch deutlich, dass
sich kein Gegenspieler in Tojas unmittelbarer Nähe befand.
Brian Schmetzer mag bestimmt das eine oder andere Mal bedauert haben,
dass seine Jungs nicht ebenso brutal vorgingen wie die Gäste, zum Beispiel
als Ersatzspieler Andre Schmid wiederholt am Trikot festgehalten wurde,
während er aufs gegnerische Tor zuhielt. Der hünenhafte Stürmer ließ sich
nicht zu Boden fallen und vergab somit vielleicht die Chance, dem Schiedsrichter
zehn Minuten nach dem Führungstreffer einen Elfmeter abzuringen.
Die nächste bühnenreife Vorstellung seitens des FC Dallas gab Dario Sala,
der in schierer Qual zusammenbrach und sich mehrere Minuten lang auf dem Rasen
wälzte, bevor ein Kollege ihn darauf hinwies, das die Großbildleinwand im
Stadion seinen Sturz bereits zweimal in Zeitlupe gezeigt hatte und nun auch
der letzte der über 10.000 Zuschauer bezeugen konnte, dass ihm niemand zu nahe
getreten war. Wer glaubt, Sala sei sein Auftritt daraufhin peinlich gewesen,
ist auf dem Holzweg.
Ruiz folgte seinen Teamkollegen als nächster in der Kunst des Zeitschindens.
Nachdem er sich in der 109. Minute zuerst im Zeitlupentempo auf die Seitenlinie
des Spielfelds zwecks seiner Auswechslung durch Bobby Rhine hinbewegt hatte,
ging er plötzlich in entgegengesetzter Richtung zurück auf den Rasen. Er nahm
die Kapitänsarmbinde ab und bot sie nacheinander verschiedenen Dallas Spielern
an, bis sie schließlich auf dem Spielfeld landete. Ein wütender Andre Schmid hob
sie auf und es folgte ein Handgemenge, während der Schiedsrichter Ruiz praktisch
vom Platz schleppen musste. Aber der Guatemalteke hatte noch lange nicht ausgespielt.
Vier Minuten nachdem er das Spielfeld verlassen hatte, weigerte er sich, den ins Aus
geschossenen Ball von der Ersatzbank aus zurück aufs Spielfeld zu geben. Das brachte
ihm zwar eine Gelbe Karte ein, half den Seattle Sounders allerdings nicht weiter.
Die „wunderbare“ Heilung des Dario Sala wurde für alle Anwesenden ersichtlich,
als er sich in der zweiten Hälfte der Verlängerung erfolgreich verausgabte, den
unermüdlichen Le Toux im Wettlauf um den Ball zu schlagen. Eine Flanke von Howes
vier Minuten vor Schluss war für Hugo leider unerreichbar.
Als der energetische FC Dallas Ersatzspieler Dax McCarthy von Zach Scott
gefoult und Sounders Verteidiger Noah Merle vom Platz geschickt wurde –
wahrscheinlich weil er dem Schiedsrichter zu einer ausnahmsweise gerechten
Entscheidung gratuliert hatte – entschieden die Gäste aus Dallas das Spiel
endgültig für sich: Abe Thompson lochte ein.
In der Nachspielzeit gab es nach einer Vorlage von Schmid durch O’Brien ein spätes
Trosttor für die Sounders. Sala ging es wieder gut genug, um den Ball aus seinem Netz
direkt zur Eckfahne zu kicken um nochmals Zeit zu schinden.
Für die letzten Sekunden des Spiels hatte der FC Dallas noch einen besonderen
Trumpf im Ärmel: Als die Sounders gerade einen Freistoß, die letzte Chance zum
Ausgleich, umsetzen wollten, flog von der Ersatzbank der Texaner ein zweiter Ball
auf den Rasen, so dass das Spiel augenblicklich unterbrochen werden musste.
Alles in allem bot die Begegnung der Seattle Sounders gegen den FC Dallas großartigen
Fußball. Beide Seiten verdienen Lob für ein aggressives Angriffsspiel, das den
Begeisterungsfunken von der ersten Minute an vom Spielfeld auf die Tribünen überspringen
ließ. Eine Rekordzahl von 10.385 Zuschauern hatte es seit dem Auftaktspiel der Sounders
von vor einigen Jahren nicht mehr gegeben, und sie alle riss es mehr als einmal vor
Begeisterung von den Sitzen. Daran wird man sich erinnern; leider aber auch an die
Farce, zu der die Gäste aus Dallas das Spiel unverantwortlicherweise verkommen ließen.
Wenn der Fußball in den USA an Popularität gewinnen soll, müssen solche Darbietungen
wie sie der FC Dallas den Zuschauern in Seattle vorführte von Seiten der MLS aus bestraft
und eliminiert werden. Nach der Kreativität und Innovation der seitens des FC Dallas an
den Tag gelegten Taktiken zur Zeitgewinnung aus zu urteilen, ist daran im Vorfeld mit
offensichtlich gefeilt worden.
So groß die Bringschuld eines Matchgewinns seitens der Spieler für ihren Verein auch
sein mag, ihre Verpflichtung dem Sport gegenüber muss größer sein.
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Die Seattle Sounders sind mit ihrem Sieg über die Carolina Railhawks in die Runde der
letzten Vier eingezogen. Der 1:0-Endspielstand, durch einen Elfmeter in der Nachspielzeit erzielt,
bedeutet für die Sounders einen 3:0-Punktestand in der Gesamtwertung. Soundersspieler Leighton
O’Brien verwandelte sicher, nach vorangegangenem Foulspiel im Strafraum an Teamkollege Kenji
Treschuk seitens Joey Worthen von den Railhawks. Worthen wurde vom Platz geschickt und somit
reduzierte sich die Anzahl der Carolina Spieler auf neun, nachdem nur fünf Minuten zuvor David
Stokes das Spielfeld hatte verlassen musste.
Zwar wurde den Zuschauern von beiden Seiten alles andere als schöner Fußball gezeigt,
trotzdem machten die Sounders auf dem Rasen klar, dass sie sich die in der Vorrunde erkämpfte
2:0-Führung in der Tabelle nicht nehmen lassen würden.
Als nächstes treffen sie auf die Puerto Rico Islanders; das Heimspiel findet am Sonntag,
den 23. September um 17:00 Uhr im Tukwila Starfire Center statt, das Auswärtsspiel zwei Tage zuvor.
Im zweiten Halbfinale trifft Portland auf Atlanta.
Zuschauer: 3.640
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Drei Faktoren gaben diesem Spiel eine besondere Würze: Erstens: Die Begegnung Seattle - Portland wird stets durch die äusserst zahlreiche und lautstarke Unterstützung der eigens dafür angereisten Gäste aus Oregon belebt. Zweitens: Darüber hinaus traf hier die Tabellenspitze aufeinander, der Erstplatzierte spielte gegen den Zweitplatzierten. Drittens: Ein Sieg der Sounders würde ebenfalls den Cascadia Cup entscheiden, ein Pokalspiel zwischen Seattle, Portland und Vancouver.
Zusammengenommen sorgten die genannten Elemente für eine spannungsgeladene Atmosphäre auf der Zuschauertribüne, die sich schnell auf das Spielfeld übertrug. Zwei Tore von Seb Le Toux und Josh Gardner besiegelten am Ende einen großartigen Gewinn der Sounders, die damit bis auf zwei Punkte an die Portland Timbers heranrückten.
Die Sounders dominierten das Spiel klar und spielten die besten Chancen in der ersten Halbzeit heraus. Taylor Graham köpfte in der 19. Minute nur knapp am Tor vorbei, Josh Wicks parierte einen Freistoss von Hugo Alcaraz-Cuellar in der 25. Minute, und Howes und Levesque unternahmen in der 30. Minute einen gemeinsamen Angriff auf das gegnerische Tor, scheiterten jedoch an einem ausgeschlafenen Wicks. Nur eine Minute später musste sich Portlands Torhüter allerdings Josh Gardner geschlagen geben, als dieser mit links vorbei an Higgins die Sounders verdient in Führung schoss.
Auch nach dem Führungstreffer machte Seattle weiter Druck, die heldenhaft kämpfende Abwehr der Timbers verhinderte jedoch einen noch größeren Torrückstand für Portland zum Ende der ersten Halbzeit. Das Stadion drohte überzukochen als der frühere Sounders Spieler Andrew Gregor zeitgleich mit dem Abpfiff der ersten Halbzeit verwarnt wurde.
Die zweite Halbzeit bot weniger Torchancen für die Sounders, die sich jedoch alle Mühe gaben den 1:0 Vorsprung auszubauen. In der 68. Minute schafften die Seattleites dann auch das 2:0 als Levesque den belagerten Higgins aus- und den Ball an Le Toux zurückspielte, der bei einer solchen Vorlage nicht verfehlen konnte.
Seattles nächste Gegner sind Puerto Rico am 4. August, gefolgt vom U.S. Open Cup Viertelfinalspiel gegen die Colorado Rapids am 7. August.
Tore: Gardner 32, Le Toux (Levesque) 68
Teams:
SEA: Chris Eylander, Noah Merl, Taylor Graham (Danny Jackson 70), Zach Scott, Kevin Sakuda,
Kenji Treschuk, Josh Gardner (Santa Maria Rivera 83), Greg Howes, Hugo Alcaraz-Cueller, Sebastien Le Toux,
Roger Levesque (Gabe Sturm 81)
POR: Josh Wicks, Shaun Higgins, Justin Thompson, Cameron Knowles, Leornard Griffin, Neil Dombrowski,
Luke Kreamalmeyer, Kiki Lara (David Hague 65), Andrew Gregor, Matt Taylor (Lawrence Olum 85),
Bryan Jordan (Troy Ready 81)
Gelb: Dombrowski 25, Gregor 45, Griffin 49, Scott 50, Treschuk 81
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Seattle, auf dem dritten Platz der Liga, war Gastgeber der favorisierten Mannschaft aus Vancouver. Der besondere Reiz der Begegnung: Den Seattle Sounders bot sich die Möglichkeit, ihre Gäste vom ersten Platz in der Tabelle zu verdrängen.
Diese Aussicht hat die Zuschauer vielleicht einen hitzigen Kampf mit hohem Körpereinsatz
erwarten lassen, aber leider kam der nicht zustande. Die Sounders richteten ein vorsichtiges,
gleichförmiges Spiel aus, mit einem exzellenten einzelnen Tor von Sebastien Le Toux in der
24.ten Minute.
Vielleicht waren die kanadischen Gäste erstaunt über die Leichtigkeit, mit der die
zurückgekehrten Taylor Graham und Danny Jackson die Verteidigungslinie von Seattle
abdichteten, wobei besonders Graham eine klasse Figur machte.
 Sebastian Le Toux schiesst
Die Whitecaps sahen gleich zu Anfang lebhaft aus, aber das Team aus Seattle wurde
als erstes gefährlich, und Diaz Kambere musste sich anstrengen, um an einen Querschuss
von Josh Gardner nach 13 Minuten zu kommen. Aber der gleiche Verteidiger wurde elf Minuten
später im Sprint von Seattles Le Toux geschlagen, als dieser an Kambere vorbei spurtete und
den Ball neben den hilflosen Richard Goddard ins Tor von Vancouver donnerte.
Die Whitecaps antworteten darauf, indem Donatelli die Fingerspitzen von Eyelander
mit einem wunderbaren Weitschuss ansengte. Gjertsen testete Eylander nochmals, der
Glück hatte, dass er den Ball im zweiten Versuch festhalten konnte, und eine Minute
später, in der 41.-ten, rettete Jeff Clarke den Ball über die Latte, als ein klares Tor drohte.
Die zweite Halbzeit war sogar noch weniger ereignisreich. Die Gäste, ohne den
besten Torschützen der USL First Division Eduardo Sebrango-Rodriguez, schauten
im Angriff fad aus, und es war Greg Howes, auf Seiten der Gastgeber, der noch beinahe,
in der 83-ten, ein Tor fabriziert hätte, aber Goddard lenkte seinen Schuss ab.
Vancouver alarmierte die Heimspieler mit einer späten, hektischen Aktivität, aber
es sollte einfach nicht ihr Tag sein.
Das nächste Spiel der Sounder ist ein U.S. Open Cup Spiel in der dritten Spielrunde
gegen Chivas USA von der Major League am 18. Juli um 19 Uhr, und außerdem haben
sie ihren jährlichen Kids’ Day am nächsten Dienstag, den 17. Juli. Weitere Informationen
unter Telefonnummer (206) 622-3415, oder klicken Sie auf
www.seattlesounders.net.
Vancouvers nächstes Spiel folgt schnell am Samstag, den 14. Juli, wenn sie
Miami FC im Swangard Stadium empfangen, das nun von seinen World Cup-Pflichten
befreit ist. Alle Anhänger werden optimistisch sein und nun ein besseres Ergebnis für
die Whitecaps erwarten, die weiter auf Championskurs sind. Schauen Sie auf
Vancouver Whitecaps FC
nach für Informationen über Eintrittskarten.
Übersicht in Zahlen
SEA: Chris Eylander, Danny Jackson, Noah Merl, Taylor Graham, Kevin Sakuda,
Kenji Treschuk, Josh Gardner (Gabe Sturm 88), Leighton O’Brien (Roger Levesque 60),
Hugo Alcaraz-Cueller, Sebastien Le Toux, Greg Howes (Andre Schmid 83)
VAN: Richard Goddard, Jeff Clarke, Steve Klein, Adrian Cann (Dave Morris 83),
Martin Nash, Steve Kindel, Dave Testo (Jason Jordan 59), Geordie Lyall (Lyle Martin 66)
(Jay Alberts 88), Tony Donatelli, Joey Gjertsen (Jason McLaughlin 59), Diaz Kambere
Gelb: – Lyall (15), Treschuk (50), Howes (63), Donatelli (76)
Zuschauer – 2.263
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3.589 Zuschauer sahen eine wunderbare Nacht für die Sounders, die gegen die Mannschaft der
MLS Chivas verdient 3:1 gewonnen haben. Sebastian Le Toux schoss zwei Tore und Roger Levesque das
dritte als der beflügelte Gastgeber einen 1:0 Rückstand aufholte und damit einen famosen Sieg
erzielte. Als nächstes steht ein richtiger Kassenschlager an, nämlich der Besuch der Colorado
Rapids im Qwest Stadion am 7. August.
Hätte man das Spiel jedoch nach 25 Minuten verlassen, würde man dieses Endergebnis
unmöglich geglaubt haben. Schon als die Sounders die erste Gelegenheit verpassten, als Cuellar
nach sieben Minuten über die eigenen Füsse stolperte, um eine Ecke von Leighton O’Brien zu
verwandeln, wurde der Klassenunterschied deutlich. Die MLS Chivas waren sehr ballsicher,
zielsicher beim Zuspiel und den typischen Soundersgegnern technisch überlegen.
Somit war es keine Überraschung, dass die Chivas nach 16 Minuten mit 1:0 in Führung gingen,
obgleich es ein glückliches Tor war, unglücklich jedoch im Hinblick auf die tapferen Gastgeber. Der
Franzose Laurent Merlin nahm den Ball nach einem seltenen Fehler von Taylor Graham auf, und der Mann
aus Leeds, Danny Jackson, blockte Merlins Versuch ab, allerdings mit unvorsehbaren Konsequenzen.
Bereits auf dem Sprung den Ball zu parieren, musste Seattles Torwart Chris Eylander hilflos mitansehen,
wie der Ball über ihn hinwegsprang. Ein Unglück kommt selten allein; so auch für Eylander als
Jackson, der sich von dem Zwischenfall nicht erholte, 9 Minuten später vom Platz ging und durch
Zach Scott ersetzt wurde.
Mit einer erzwungenen Einwechslung, einem 0:1 Rückstand und einem äusserst selbstbewussten
Gegner gestalteten sich die nächsten 15 Minuten für die Sounders überaus problematisch. Eylander kam
aus seinem Tor heraus um Merlin abzuwehren, der sich theatralisch zu Boden fallen ließ, um einen
Elfmeter für seine Mannschaft herauszuholen. In der 32. Minute wehrte Eylander in letzter Sekunde
einen torgefährlichen Kopfball von Ex-Sounders Spieler Maykel Galindo ab.
Allem zum Trotz behielten die Sounders die Nerven und gingen in die Offensive.
Den ersten Gegenangriff startete der frühere Sounders Spieler Preston Burpo, als er sein
Tor verliess um Josh Gardener abzublocken. Den furchtlosen Burpo bei dieser riskanten
Aktion zu beobachten, liess bei einigen Sounders Fans Erinnerungen wach werden, auch
wenn sie sich in dieser Situation sicherlich einen passiveren Burpo gewünscht hätten.
Zu diesem Zeitpunkt hatten die Sounders jedoch bereits das Schlimmste
überstanden. Das Beste stand ihnen allerdings ins Haus, als ein Traumpass von
Leighton O’Brien den Ball praktisch auf Roger Levesques Schuhspitze platzierte.
Trotz der guten Chance auf einen Torschuss spielte Levesque den Ball an Sebastian
Le Toux weiter, der den Pass einwandfrei in ein Tor für die Sounders verwandelte.
Das QWest Field Stadion brach angesichts dieses Traumtors der laufenden Saison in
Beifallsstürme aus, und auch auf dem Spielfeld war die Freude greifbar.
Sollten die Sounders nach diesem Triumph einen schnellen Gegenangriff der
Chivas gefürchtet haben, liessen sie es sich zumindest nicht anmerken. Sie ergriffen
auch in der zweiten Halbzeit weiterhin die Initiative, als O’Brien nur 4 Minuten nach
Anpfiff das gegnerische Tor nur um Haaresbreite verfehlte. Der Ausgleich wurde wie der
Anschlusstreffer nur zwei Minuten später vom Team O’Brien/Levesque vorbereitet. Die
Seattle Fans hielt nichts mehr auf ihren Sitzen als O’Brien von links aussen auf
Levesque passte, der den Gegner zunächst geschickt aus- und dann auf Seb Le Toux abspielte,
der Seattle verdient in Führung brachte.
Beim Versuch die Situation zu retten, kassierte Zach Scott für ein Foulspiel
an Galindo eine Gelbe Karte, doch es waren die Sounders, die 6 Minuten nach ihrem
Führungstreffer mit einem Kopfball von Taylor Graham durch eine statische Defensive
hindurch für die Chivas wieder gefährlich wurden. Eine Einwechslung schien unvermeidlich,
und so kam Rodrigo Lopez für Perez auf den Platz.
In der Mitte der zweiten Halbzeit gab Seattle noch einmal ein Paradebeispiel
für den Kampfgeist des Teams, als Josh Gardner Alex Zotinca so lange bedrängte, bis der
Mittelfeldspieler der Chivas ihm schliesslich den Ball überliess; Gardner vergab daraufhin
jedoch leichtfertig mit einem viel zu zaghaften Schuss Richtung Tor.
Für den ungewöhnlich zurückhaltenden Cuellar kam Greg Howes, und ein guter
Versuch von Levesque wurde von Mendoza gerettet, während Seattle, weiter auf dem Vormarsch,
den Ton des Spiels angab.
Als sich Seattle, aufgrund Ermüdungserscheinungen und Taktiksänderung, aus dem
aggressiven Spiel zurückzog um die Verteidigung auszubauen, gingen die Chivas automatisch
in die Offensive. Doch trotz zunehmender Ballkontakte blieb das Team aus Los Angeles glücklos,
und Eylander klärte einen der wenigen gefährlichen Angriffe mit einer geschmeidigen Parade
in der 76. Minute. Die Sounders meldeten sich mehr und mehr zurück, und ein heroischer
Kopfball von Jason Hernandez rettete den Ball unter der Latte seines Tores, als sich
Burpo zuvor abermals Levesque gegenüber geschlagen geben musste, der einen Pass von
Sakuda mit links in Richtung des gegnerischen Tores abfeuerte.
Dies war jedoch nur der Vorgeschmack auf die 81. Minute, der Krönung des Sounders
Triumphs. Le Toux trickste einen Pass von Gardner geschickt an der gegnerischen Abwehr vorbei
zu Levesque, der für Seattle gewohnt sicher zum 3:1 verwandelte. Ein mehr als verdientes Tor
für Levesque, der eine fehlerfreie Vorstellung zum Besten gab. Drei Minuten später
verabschiedete sich Le Toux unter frenetischem Beifall des Publikums vom Platz; ein
Versuch Zeit zu schinden, den man Brian Schmetzer zu diesem Zeitpunkt wirklich nicht
verdenken konnte.
Eine letzte Attacke der Chivas, die jedoch keine Torchancen herausspielen konnten,
beendete das Spiel. Ein durchweg fantastischer Sieg also für die Seattle Sounders, die,
trotzdem sie sich in Kürze in zwei Freundschaftsspielen den legendären englischen
Mannschaften aus Preston und Rochester zu stellen haben, sich hauptsächlich auf die
Begegnung mit den Colorado Rapids im Rahmen der Halbfinals des US Open Cups am 7. August freuen.
Tore
Merlin (Hernandez) 16, Le Toux (Levesque) 44, Le Toux (Levesque) 51, Levesque (Gardner) 82
Teams
SEA: Chris Eylander, Danny Jackson (Zach Scott 26), Noah Merl, Taylor Graham, Kevin Sakuda,
Kenji Treschuk, Josh Gardner, Leighton O’Brien (Jake Besagno 72), Hugo Alcaraz-Cueller
(Greg Howes 64), Sebastien Le Toux (Santa Maria Rivera 84), Roger Levesque
CHV: Preston Burpo, Lawson Vaughn, Claudio Suarez, Jason Hernandez, Orlando
Perez (John Cunliffe 59), Jesse Marsch, Sacha Kljestan, Alex Zotinca (Rodrigo Lopez 68),
Francisco Mendoza, Laurent Merlin, Maykel Galindo (Anthony Hamilton 83)
Gelb – Scott 55
Zuschauer – 3,589
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Ein enttäuschender Abend für die Sounders: Die Gäste aus Kanada fegten die Gastgeber aus Seattle regelrecht vom Platz
gefegt und fuhren verdient mit drei Punkten nach Hause. Brian Schmetzers Elf, erst kürzlich auf den dritten Platz der
USL (US Fußballbundesliga) vorgerückt, hatte gegen die durch fünf neue Spieler deutlich verjüngte Mannschaft der Kanadier
sichtlich zu kämpfen. Antonio Ribeiro, der in der vorangegangenen kanadischen Saison für den Gold Cup nominiert wurde,
war die Hauptfigur im gegnerischen Mittelfeld.
Dass Seattle in der ersten Halbzeit noch relativ glimpflich davonkam, war allein Noah Merl, dem Mann aus Walnut Creek,
zu verdanken. Bereits in der sechsten Minute klärte er einen Angriff Arangos auf der Linie. Zehn Minuten später machte
sich Sounders-Torhüter Chris Eylanders beherzter Einsatz bezahlt, als er einen Torschussversuch Fabian Dawkins’ aus
kürzester Entfernung gekonnt abblockte. Nur neun Minuten später traten die beiden Lokalhelden dann zusammen in Aktion:
Zuerst rettete Eylander eine gefährliche Aktion von Pat Leduc, dann klärte Merl den Ball aus der Schussweite der
kanadischen Angriffsspieler.
Als wäre das alles nur ein Vorgeschmack auf Kommendes gewesen, begannen damit für die von allen Seiten belagerten
Sounders drei bewegende Minuten. Zuerst köpfte Trembly einen auf den Millimeter genauen Pass des insgesamt beeindruckenden
Alen Marcina über die Latte des gegnerischen Tors. Eine Minute später verfehlte Matt Palleschi sein Ziel nur knapp, vorbei
an Eylanders linkem Torpfosten. Zwar berappelten sich die Sounders nach dem Angriff des gegnerischen Teams wieder, doch der
ins Spiel zurückkehrende Hugo Alacaraz-Cuellar kassierte für ein Foul an Trembly prompt eine Gelbe Karte, während die
Sounders versuchten die Spielführung zu übernehmen. Die Kartenverteilung zu Ungunsten der Gastgeber wurde jedoch in der
42. Minute durch ein Foul von Treschuk an Marcina ausgeglichen. Wie um Trainer Schmetzers unvermeidlicher Standpauke in
der Umkleidekabine zu entgehen, wurde Greg Howes Sekunden vor der Pause noch einmal torgefährlich für die Montréal
Impacts, indem er seine Ballführung geschickt vom linken auf den rechten Fuß verlagerte. Sein Manöver wurde jedoch
von Impact-Torhüter Andrew Weber routiniert abgewehrt.
Die zweite Halbzeit begann ähnlich wie die erste: Roger Levesque fing einen gefährlichen Pass rechtzeitig ab, bevor
der Gegner nachlegen konnte. Für den bis dato enttäuschenden Cuellar wurde Leighton O’Brien eingewechselt. Marcina
kassierte eine Verwarnung, bevor Nick de Santis in der 69. Minute Leonardo Di-Lorenzo für Stürmer Fabian Dawkins ins
Spiel brachte. Der Argentinier belohnte das in ihn gesetzte Vertrauen nur eine Minute später mit dem einzigen Tor der
Begegnung. Nach einer Traumvorlage von Marcina köpfte der Ersatzspieler den Ball zielsicher ins gegnerische Tor,
vorbei an einem chancenlosen Eylander. Um den Führungstreffer zu verteidigen und das Spiel für sich zu entscheiden,
wechselten die Gäste von da an alle Nase lang Spieler ein und aus, und die gegen Spielende zahlreich erteilten
Verwarnungen verdarben die insgesamt ohnehin dürftige Partie gänzlich..
In der 83. Minute vergab Weber eine Kopfballvorlage von Jake Besagno, und kurz vor Schluss verfehlte ein zu
schwacher Torschuss des Franzosen Seb le Toux vorbei an der starken Abwehr der Kanadier sein Ziel.
Keine ruhmreiche Begegnung also für die Seattle Sounders, die auf Danny Jackson, der in England
zurzeit auf seine Green Card wartet, verzichten mussten. Mit den Montréal Impacts und ihren Neuzugängen
wird die USL jedoch in Zukunft rechnen müssen.
Die Gastgeber brauchen allerdings nicht lange auf die Chance einer Wiederherstellung ihres Rufs zu
warten: Bereits am 28. Juni empfängt Seattle Miami im QWest Stadium.
Zuschauer: 3136
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Die Heimspiele der Seattle Sounders für die 2007 Saison wird am 5.Mai eröffnet, mit
einem Spiel gegen die alten Rivalen, Portland Timbers. Dieses
aufregende Spiel darf nicht verpasst werden!
Das Fussballteam von Seattle, die Seattle
Sounders, haben, nach vier Versuchen, berechtigter Weise ihr erstes Saisonspiel
gewonnen.
Die Erzrivalen von Portland wurden locker, das
ganze Spiel, taktisch besiegt.
Das einzige Tor kam in der 20. Minute, als ein
Zuspiel von Josh Gardner den Torwart, Josh Wicks, durcheinander brachte. Der
Neuseeländer Nathan Knox, der für die Sounders spielt, schoss den Ball nur ganz
knapp über die Torlinie und das Tor wurde vom assistierenden Schiedsrichter
berechtigter Weise anerkannt.
Es gab, trotz viel Ballberührung, nicht
allzuviele Chancen für die Sounders, trotzdem war es interessant, das neuste
Mitglied, den Franzosen Sebastien le Toux, direkt aus dem Flugzeug zu
begutachten. Es wird viel von dem ehemaligen Rennes Akademie Spieler erwaret und
er hielt, trotzdem das der Torwart fast versuchte ihn zu köpfer, was ihm
garantiert den Jetlag austrieb, gut 64 Minuten durch, dann wurde er von Greg
Howes abgelöst.
Die Hauptattraktion, neben dem Tor , war dem
ehemaligen Sounder Andrew Gregor zuzusehen, wir er auf seine ehemaligen Kollegen
eintrat und diese auf ihn. Die Gelbe Karte in der 13. Minute war wirklich
verdient und so oder so sah er nicht so aus als wenn er es 90 Minuten lang
schaffen würde. In der 2. Hälfte hatte er dann längere Diskussionen mit dem
Schiedsrichter. Alcaraz, wiederum, spielte zum ersten Mal gegen seine ehemaligen
Kollegen von den Portland Timbers und trotzdem er talentiert ist, hätte er mehr
am Ball bleiben sollen um wirklich effektiev dem Team zu helfen.
Brian Schmetzer wird jedenfalls sehr froh
sein, das sein Team das erste Saisonspiel im Qwest Stadium gewann. Es gab einige
gute Spielminuten und die Sponsoren waren mit der grossen Menge, von 8247
Zuschauern, sehr zufrieden.
Tor: SEA: Knox (Gardner) 20
Teams:
SEA: Eylander, Merl, Jackson, Scott, West,
Sakuda, Alcaraz-Cuellar, Gardner (Treschuk 82), Le
Toux (Howes 64), Levesque, Knox (Schmid 68).
POR: Wicks, Thompson, Higgins, Knowles, Morrison,
Gregor, Dombrowski, Kreamelmeyer (Bryan), Ready
(Lara 58), Bagley (Olum 90), Harrington (Hague 62).
Zuschauer - 8,247
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